sportalis Basic Info
Die schnellste Mannschaftssportart der Welt fasziniert Millionen Menschen rund um den Globus. Selbst in Mexiko, Kuwait oder Südafrika finden sich inzwischen Hockeyverrückte. Entgegen der weit verbreiteten Meinung handelt es sich beim Eishockey allerdings um mehr als eine Gewaltsportart für Hohlköpfe. Es ist die einmalige Kombination von Eleganz, Geschwindigkeit und hartem Körperkontakt, welche den Reiz des Spiels ausmacht.
Zwar kommt es mitunter zu Auseinandersetzungen bei denen die Fäuste fliegen, aber auch im Eisstadion geht die Sicherheit aller Beteiligten vor. Dafür tragen ein komplexes Regelwerk und stetig weiterentwickelte Schutzausrüstungen Sorge. Wer hin und wieder einen blauen Fleck verkraften kann, sollte sich also keineswegs von wilden Gerüchten abschrecken lassen.
Darüber hinaus gilt, dass Eishockey auch aus der Zuschauerperspektive kaum etwas von seiner Faszination einbüßt. Nicht wenige Menschen verlieren ihr Herz bereits beim ersten Besuch eines Spiels.
Grundlegendes zum Spiel
In Europa wird auf einer circa 60x30 Meter großen Eisfläche mit abgerundeten Ecken und einer etwa 1,20 Meter hohen Bande ringsherum gespielt. Ein Spiel besteht aus drei Spielabschnitten zu je 20 Minuten reiner Spielzeit. Es stehen sich jeweils fünf Feldspieler und ein Torwart gegenüber. Da fliegend gewechselt werden darf, gehören zu jedem Team mehrere Blöcke (idealerweise drei), die sich untereinander abwechseln. Ziel des Spiels ist es natürlich, mehr Tore zu erzielen als der Gegner.
Und das kann durchaus so spektakulär aussehen wie hier:
Geschichte
Das Eishockeyspiel, wie es heutzutage gespielt wird, ist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kanada entstanden. Seine Wurzeln jedoch liegen in Europa. Genaue Überlieferungen gibt es zwar nicht, aber es wird davon ausgegangen, dass es bereits hundert Jahre zuvor in den Niederlanden, Frankreich und insbesondere Großbritannien winterliche Varianten des Feldhockeys auf dem Eis gab. Weiterentwickelt zu einem Spiel namens Bandy trugen britische Soldaten diese Rohform über den Atlantik nach Kanada, wo sich besonders Studenten schnell für den Sport erwärmten. Im Jahre 1885 wurde die erste Eishockeyliga gegründet, bestehend aus vier Teams.
Dank schnell wachsender Popularität breitete sich der Sport zunächst in ganz Kanada und den Vereinigten Staaten aus, bevor er zu Beginn des 20. Jahrhunderts in seiner heutigen Form nach Europa zurückkehrte. Die bei uns weitgehend unbekannte Ursprungsform Bandy erfreut sich übrigens heutzutage in Osteuropa, Skandinavien, Nordamerika und den Niederlanden noch großer Beliebtheit.
Tipps zum Einstieg
Der Einstieg ist prinzipiell für jeden möglich, denn in Deutschland wird neben den offiziellen Ligen des Deutschen Eishockey Bundes (DEB) auch in zahlreichen Hobbyligen der Scheibe nachgejagt. Hier tummelt sich alles von der ambitionierten Anfängerin bis zum jung gebliebenen Altstar. Das Eislaufen lernt sich beim Spielen nahezu von selbst. Es ist allerdings empfehlenswert, vorher schon ein paar Mal auf Schlittschuhen gestanden zu haben, da sonst der Spaß schnell auf der Strecke bleibt. Für Kinder gibt es in vielen Vereinen zusätzlich zum normalen Angebot regelmäßig veranstaltete Laufschulen. Die kostspielige Ausrüstung kann vielerorts zu Beginn geliehen oder aus gebrauchten Teilen günstig zusammengekauft werden.
Das absolute Highlight bildet jedoch das Spielen im Winter auf einer natürlichen Eisfläche. Besonders Laufanfänger sollten hierbei aber nicht auf eine leichte Polsterung verzichten. Beim Inlineskaten übliche Knie- und Ellbogenschoner sowie ein Fahrradhelm und ein Paar Handschuhe zum Schutz der Finger sind vollkommen ausreichend.
Grundsätzlich ist außerdem zu beachten, dass nur freigegebene Flächen genutzt werden sollten!
Text: Kevin Ritter