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Windsurfen

Beim Windsurfen unterscheidet man die Brettarten nach dem Einsatzbereich:

 

Wave:

Wavebretter gibt es im Bereich von ca. 75 bis 95 Litern. Sie sind klein, wendig und bieten im Normalfall nicht genügend statischen Auftrieb, um das Gewicht des Surfers und des Riggs zu tragen. Dieser fehlende Auftrieb wird aber durch den hydrodynamischen Auftrieb beim Fahren wieder ausgeglichen, zumal Wavebretter einige Erfahrung im Windsurfen voraussetzen.

 

Freeride:

Freeridebretter erfreuen sich großer Beliebtheit bei den meisten Gelegenheits- und Hobbysurfern, da sie unkompliziertes Handling bieten und leicht zu halsen sind. Mit Brettvolumina, die zwischen 85 und 150 Litern liegen, decken sie den größten Bereich bei den Windsurfbrettern ab und werden von Surfern jedes Alters und Gewichtes gefahren. Ihr Einsatzzweck ist hauptsächlich "normales" Fahren, ob zur Entspannung oder um das einzigartige Gefühl des "Dahingleitens" zu erleben.

 

Freestyle:

Diese Bretter zeichnen sich durch hohe Drehfreudigkeit und Manövrierbarkeit aus und liegen im Volumenbereich von ca. 95 bis 120 Litern. Sie werden vornehmlich zum Ausführen von speziellen Manövern wie diversen Sprüngen, Rotationstricks und Segeltricks benutzt.



Freemove:


Bretter dieser Kategorie verbinden Eigenschaften von Wave- und Freestylebrettern und verstehen sich als eine Art "Allrounder". Ihre Volumina liegen circa zwischen 85 und 105 Litern und gehören damit meist auch zu den "Sinkerbrettern".



Formula:

Formulabretter sind im Vergleich zu den obigen Brettarten breiter und voluminöser, sind auf Geschwindigkeit und "Höhe laufen" optimiert und kommen im professionellen Wettkampf öfter vor als im Hobbybereich. Merkmale der Brettkonstruktion sind hohe Kippstabilität bei gleichzeitig relativ wenig Reibung: Der Surfer verlagert das Gewicht derart, dass nur eine Hälfte des Brettes Wasserkontakt hat, verringert somit also die Reibung und kann trotzdem bei Halsen und Wenden leichter das Gleichgewicht halten.



Speed:

Die speziellen Bretter dieser Kategorie finden im Hobbybereich weniger Verbreitung und werden zumeist von Profis (z.B. Finian Maynard, Björn Dunkerbeck) eingesetzt um neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen.



Segel

Ein modernes Windsurf Segel besteht aus Monofilm (durchsichtige PVC Folie), Dacron (gewebtes Polyester) and Mylar. Sensible Teile werden mit Kevlar Gewebe verstärkt.

Aktuell unterscheidet man 2 Ausführungen:

Camber Segel (englisch für Kammer). Diese Segel haben 1 bis 5 Kammern, das sind Kunststoff Teile an den Enden der Segellatten, die sich an den Mast anschmiegen. Sie sorgen für ein starres Tragflächenprofil des Segels, was für Geschwindigkeit und Stabilität sorgt, das geht aber zu Lasten der Manövrierbarkeit und wie leicht und einfach sich das Segel anfühlt. Aktuell werden Camber Segel nur noch in größeren Race Segeln eingesetzt. Die Starrheit des Segels wird außerdem durch die Anzahl an Segellatten bestimmt.

RAF (Rotating Asymmetric Foil) Segel haben Segellatten die über die Rückseite des Mastes hinaus ragen. Sie müssen bei Wende oder Halse auf die andere Seite des Mastes schnippen, daher das Rotating (engl. für drehen) im Namen. RAF Segel erhalten durch den Druck des Windes ein Tragflächenprofil auf der Lee Seite. Sie können ohne Wind oder abgeriggt absolut flach sein. Diese Eigenschaft wird beim Freestyle and Wave Riding sehr geschätzt.

Im Vergleich zu Camber Segel liefern RAF Designs weniger Vortrieb and Stabilität, dafür sind sie im Manöver einfacher zu handhaben. Außerdem sind RAF Segel einfacher zu riggen.

 

 

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