sportalis Basic Info

Baden und Schwimmen gehören - anders als noch vor Jahrzehnten - zu den Grundfähigkeiten fast jeden Bundesbürgers.
Es ist eine körperliche Aktivität, die jeder das ganze Jahr hindurch ohne großen Aufwand betreiben kann. Schwimmen ist nicht nur eine Überlebenstechnik gegen das Ertrinken, es zählt zu den gesündesten Sportarten.
Durch den Auftrieb im Wasser ist die Belastung für die Gelenke sehr gering. Wassertemperatur und Wasserdruck wirken anregend für den Kreislauf. Muskulatur, Ausdauer und Herz werden gestärkt. Je früher man damit anfängt, umso besser – und Schwimmen verlernt man eigentlich nicht mehr. Schwimmen gehört zudem zu den besten Sportarten, um bis ins hohe Alter fit zu bleiben.
In freien Gewässern ist Schwimmen mehr als nur ein Sport: Es ist ein intensives Erleben der Natur.
Das Beste dabei ist, dass jeder, egal ob dick, dünn, alt oder jung, diese Vorteile für sich nutzen kann. Denn durch die Auftriebskraft des Wassers werden Bänder, Sehnen und Gelenke entlastet und damit ist auch die Verletzungsgefahr gering. Schon mit einem wöchentlichen Pensum von 60 Minuten lassen sich positive Effekte erzielen. Allerdings sollte das Ziel nicht Höchstleistung, sondern Ausdauer und Regelmäßigkeit sein.
Weitere Sportarten
Die gesundheitsfördernde, spaßbringende Bewegung im Wasser hat zur Entwicklung weiterer Disziplinen geführt: z.B Aquajogging
Die bekanntesten deutschen Wettkampfsportler sind Michael Groß, Franziska van Almsick und Kristin Otto. Bekannte internationale Sportler sind Johnny Weissmüller (erster Mensch, der die 100 Meter Strecke unter 1 Minute bewältigte, späterer Tarzandarsteller), Mark Spitz (errang 1972 bei den Olympischen Spielen in München 7 Goldmedaillen), Alexander Popow, Ian Thorpe und Michael Phelps.
Schwimmen lernen
Schwimmen steht auf dem Pflichtlehrplan aller Schulen, also müsste jedes Kind spätestens in der Schule schwimmen lernen. Da dies in der heutigen Schulsituation nicht mehr gewährleistet werden kann, ist es sinnvoll, schon früher mit dem Schwimmen, z.B. in Vereinen , Schwimmschulen, öffentlichen Frei- und Hallenbädern, zu beginnen. Vielerorts gehört Säuglings- Kleinkinderschwimmen zum Programm.
Schwimmen ist Bestandteil der hiesigen Bewegungskultur. Trotzdem ist in den letzten Jahren (Stand 2005) die Zahl der Toten durch Ertrinken wieder gestiegen. Als Ursache hierfür sieht die DLRG (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) den Ausfall von Schwimmunterricht an Schulen und die Schließung öffentlicher Bäder. Nach ca. 20 Stunden können Kinder in der Regel das Seepferdchen ablegen. Die Kinder können dann noch nicht sicher und ausdauernd schwimmen, aber die Basis ist gelegt.
In welchem Alter sollte man schwimmen lernen?
Ab der zwölften Lebenswoche können Sie Ihr Kind im Rahmen eines Babyschwimmkurses bereits an den Aufenthalt im Wasser gewöhnen, eine gute Voraussetzung für das spätere Schwimmenlernen. Schwimmen können sie dabei natürlich noch nicht, aber das Vertrauen ins nasse Element ist eine wesentliche Voraussetzung für das Schwimmenlernen.
Ungefähr ab dem fünften Lebensjahr ist ein Kind fähig, den relativ einfachen Bewegungsablauf des Kraulens zu erlernen. Um diese Zeit entsteht auch das Koordinationsvermögen, um das Brustschwimmen richtig zu erlernen. In anderen Ländern lernen Kinder das technisch einfachere Kraulen. Diesen Ansatz vertreten auch Aquapädagogen. Sie gehen davon aus, dass schon Dreijährige schwimmen lernen können, wenn man nicht auf die exakte Ausführung der Beingrätsche besteht. Sie plädieren dafür, die Lücke zwischen Babyschwimmen und erstem Schwimmkurs zu schließen. Und wie bei allen Sportarten gilt auch im Schwimmen: Damit ihr Kind sicher schwimmen kann, sollten Sie unbedingt regelmäßig mit ihm üben. Kinder überschätzen sich leicht. Behalten Sie Ihren Sprössling deshalb beim Schwimmen immer im Auge.
Man ist nie zu alt, um schwimmen zu lernen. Auch für Erwachsene werden Kurse angeboten. In einigen Orten gibt es auch Spezialveranstaltungen für z.B. muslimische Frauen.
Wo lernt man schwimmen?
Die Ausbildung im Schwimmen sollte nach Möglichkeit speziell geschulten Ausbildern vorbehalten bleiben. Eltern, die ihrem Kind das Schwimmen beibringen möchten, brauchen eigentlich spezielles methodisches Wissen oder zumindest großes Einfühlungsvermögen und viel Geduld. Schwimmen lernen ist ein Prozess, der auf gegenseitigem Vertrauen und Loslassen aufbaut – ein Meilenstein in der Entwicklung eines Kindes. Schwimmlehrer raten, die ersten Schwimmversuche möglichst ohne Schwimmflügel zu machen, weil diese die Kinder zwar über Wasser halten, ihnen aber nicht ermöglichen, richtige Schwimmbewegungen zu machen.
Viele Eltern machen gemeinsam mit ihren Kindern den Schwimmkurs. Bei der Auswahl des Kurses sollte die Gruppenstärke ein Argument sein: Fünf- bis sechsjährige Kinder verfügen in der Regel über die nötige Disziplin und Einsicht, um gefahrlos in einer größeren Gruppe schwimmen zu lernen. Um Drei- bis Vierjährigen die Grundlagen des Schwimmens beizubringen, sollten nicht mehr als fünf Schüler in einer Gruppe sein, damit der Lehrer sich intensiv um sie kümmern kann. Kinder sollten in einer ausgeglichenen Situation mit dem Schwimmen beginnen: Umzug, Scheidung, neues Geschwisterkind und Schulbeginn sind Stresssituationen, nach denen man ein paar Monate mit dem Kurs warten sollte.
Crashkurs oder Dauerkurs?
Für Schulkinder können Crashkurse - etwa in den Ferien – ideal sein. Kleinere Kinder verlieren bei solch einem täglichen Programmpunkt leicht die Lust am Wasser.
Zu Hause?
Wer seinen Kindern sehr gerne selbst das Schwimmen beibringen möchte, aber nicht genau weiß wie, dem bieten die Aquapädagogen Wochenendkurse zum „Schwimmen-Lehren-Lernen“ an. Probleme beim Unterricht durch die Eltern können sein:
Vereinskurse:
Vorteil:
Nachteil:
Schwimmmeister
Das Kursangebot geht hier meist vom Crashkurs bis zum regelmäßigen Wochenkurs.
Vorteil:
DLRG
Ähnelt oft dem Vereinsangebot, die Kinder sind eingebunden wie in einem Verein mit verschiedenen Altersstufen und Leistungsstufen. Oft werden Freizeiten und Ausflüge von den Ortsgruppen organisiert.
Später können auch Rettundsschwimmabzeichen absolviert werden, bis hin zu der Möglichkeit, Badeaufsicht in einem Schwimmbad oder an einem See zu übernehmen.
Privatschulen
Vorteil:
Nachteil:
Was macht einen guten Schwimmunterricht aus?
Am wichtigsten ist das Vertrauensverhältnis zwischen Lehrer und Schüler. Für viele Kinder ist der Schwimmunterricht der erste Unterricht ihres Lebens.
Wie findet man den richtigen Kurs?
Die meisten Anbieter bieten Schnupperstunden. Auf jeden Fall sollten Kinder und Eltern den Lehrer bei einem anderen Kurs schon einmal beobachten, um sich ein Bild zu machen. Steht die Schwimmtechnik auf dem Lehrplan oder das Wassergefühl? Wird viel getaucht und unter Wasser geglitten - entspricht das den Vorlieben Ihres Kindes? Wie ist die Gruppenstärke. Passen die Übungszeiten? Kann man einen Kurs abbrechen? Was passiert bei krankheitsbedingtem Fehlen?
Nach dem Kurs
Übung macht den Meister. Das ist beim Schwimmen wie sonst im Leben. Die Schwimmlehrer sind Lehrer und keine Zauberer. Eltern müssen bereit sein, regelmäßig mit ihren Kindern schwimmen zu gehen. Und: Geduldig sein und loben. Der Wechsel einer Umgebung ohne den vertrauten Lehrer, Meer, Seen können Neuschwimmer wieder unsicher machen. Kinder überschätzen sich zudem gerne. Das sollten Eltern wissen und sie weiter nur beobachtet schwimmen lassen.
SCHWIMMABZEICHEN
Die Schwimmabzeichen, die auf die Badekleidung genäht werden, zeigen den Schwimmmeistern, wie sicher die Kinder im Wasser sind.
Seepferdchen
Die Anfänger bekommen das Seepferdchen – oder auch die noch einfachere Variante, den Pinguin. Dazu müssen sie 25 Meter – also eine Bahn – (beziehungsweise 12 Meter) schwimmen können, vom Rand ins tiefe Wasser springen und aus brusthohem Wasser zwei Tauchringe heraufholen. Seepferdchenkinder können sich eine Weile über Wasser halten. Wirklich schwimmen können die Kinder damit meistens noch nicht. Hilfe und Überwachung sind nach wie vor unbedingt nötig.
Bronze
Entspricht dem früheren Freischwimmer. In 15 Minuten müssen die Kinder 200 Meter schwimmen, einen Tauchring aus zwei Metern Tiefe heraufholen und vom 1-Meter-Brett springen.
Silber
Bekommt man für das Schwimmen von 400 Metern in 25 Minuten – davon 100 Meter Rücken –, zehn Meter Streckentauchen, zweimaliges Tieftauchen und den Sprung aus drei Metern Höhe.
Gold
Gibt es für 600 Meter Schwimmen in 24 Minuten, 50 Meter Brustschwimmen in 70 Sekunden, Rücken- und Kraulschwimmen, Tief- und Streckentauchen, Abschleppen eines Gleichaltrigen über 50 Meter und einen Sprung vom 3-Meter-Brett.
Wettkampfsport/Schwimmstile
Es haben sich im Schwimmen vier Schwimmstile ausgeprägt: Kraul , Brust, Delphin, Rücken.
Obwohl der Mensch seit Urzeiten schwimmt, wurden ausgeprägte Stilarten erst in den letzten 100 Jahren erarbeitet. Das moderne Wettkampfschwimmen entwickelte sich um 1837 in den Hallenbädern Londons.
Geschwommen wurde entweder Brust- oder Seitenschwimmen. Im Jahr 1895 schwamm der Engländer J. H. Thayers im Seitenstil die 100 Yards in 1:02.50 (entsprechende 100-m-Zeit 1:08.38). Bis in die 1950er Jahre war das Brustschwimmen, das ja meist als erste Technik erlernt wird, die einzige Schwimmart, für die genaue Regeln genau festgelegt waren. Das zunächst als regelwidrig betrachtete „Schmetterlings-Brustschwimmen“ wurde jedoch erst Ende der 1950er Jahre als eigene Wettkampf-Schwimmart legalisiert.
Kraul
Das Kraulschwimmen, kurz Kraulen, ist die schnellste Schwimmart, da durch den wechselseitigen Armzug ein Antrieb ohne Unterbrechung und dem ebenfalls wechselseitigen kraftvollen Abwärts-Beinschlag eine optimale Vortriebswirkung erzeugt wird. Das Gesicht des Schwimmers befindet sich beim sportlichen Schwimmen meist im Wasser und wird je nachdem mit jedem Armzug oder nach mehreren Armzügen zum Luftholen seitwärts aus dem Wasser gedreht. Ausgeatmet wird in das Wasser hinein. Dabei bleibt der Körper prinzipiell in der Horizontalen. Während zwei Armzügen macht der Schwimmer normalerweise sechs Beinschläge, wobei Langstreckenschwimmer meistens nur zwei Beinschläge machen. Die übliche Wende beim Kraulschwimmen ist die Rollwende, bei der der Schwimmer anstatt mit der Hand anzuschlagen eine Rolle vor der Beckenwand macht, und sich dann mit den Beinen davon wegstößt.
Brust
Brustschwimmen wird in Schwimmkursen meist als erste Technik erlernt. Die Wettkampf-Variante ist die schwierigste und am längsten zu erlernende Schwimmart, manche Schwimmer können aufgrund der Disposition ihrer Hüftgelenke keinen regulären Bruststil mit Grätschschlag schwimmen, ebenso ist auch das richtige Timing und Wassergefühl beim Wettkampfbrustschwimmen um einiges anspruchsvoller als bei allen anderen Schwimmarten.
Der Bruststil wird so ausgeführt, dass die Arme unter Wasser zusammenliegend gleichzeitig nach vorn gebracht und dann durch das Wasser "ziehend" bis auf Höhe des Brustkorbs zurück und in Höhe des Halses wieder zur Vorwärtsbewegung zusammengeführt werden. An diese Bewegung schließt sich ein Grätschbeinschlag unmittelbar an. Der nächste Armzug erfolgt gegen Ende des Grätschbeinschlags.
Die FINA-Wettkampfregeln besagen, dass der Körper vom Beginn des ersten Armzuges nach dem Start und nach jeder Wende vollständig in Brustlage gehalten wird, die Schultern müssen parallel zur Wasseroberfläche liegen. Eine Rollbewegung zur Rückenlage ist zu keinem Zeitpunkt erlaubt. Nach dem Start und nach jeder Wende darf der Schwimmer vollständig untergetaucht einen vollen Armzug bis zu den Oberschenkeln und einen Beinschlag machen, bevor er an die Wasseroberfläche zurückkehrt. Der Kopf muss die Wasseroberfläche durchbrechen, bevor sich die Hände am weitesten Öffnungspunkt der Arme im zweiten Armzug nach innen drehen. Danach muss in einem vollständigen Zyklus, bestehend aus einem Armzug und einem Beinschlag, irgendein Teil des Kopfes die Wasseroberfläche durchbrechen.
Alle Bewegungen der Arme müssen gleichzeitig und in der gleichen waagerechten Ebene ausgeführt werden. Die Hände müssen an oder unter der Wasseroberfläche zurückgebracht und von der Brust aus gleichzeitig an, unter oder über der Wasseroberfläche vorwärts gebracht werden. Die Ellbogen müssen dabei unter Wasser bleiben, außer beim letzten Armzug vor dem Zielanschlag. Außer beim ersten Zug nach dem Start und nach jeder Wende dürfen die Hände nicht weiter als bis zur Hüfte nach hinten gebracht werden. Alle Bewegungen der Beine müssen ständig gleichzeitig und in gleicher waagerechter Ebene ohne Wechselbewegungen ausgeführt werden. Beim Beinschlag müssen die Füße bei den Rückwärtsbewegungen auswärts gedreht werden. Bewegungen in Form eines Delfinbeinschlages sind nicht erlaubt. Bei jeder Wende und am Ziel muss der Schwimmer mit beiden Händen gleichzeitig anschlagen.
Rücken
Beim Rückenschwimmen liegt der Schwimmer flach auf dem Rücken im Wasser. Der Armzug wird wechselseitig ausgeführt, wobei die Arme über dem Kopf ins Wasser eintauchen, unter Wasser nach vorne geführt werden und oben wieder zurück. Um eine möglichst hohe Effizienz zu erreichen, wird der Arm unter Wasser nicht gerade, sondern abgeknickt geführt, da man im gebeugten Arm mehr Kraft hat. Der Beinschlag erfolgt wie beim Kraul durch abwechselnde Auf- und Abbewegungen der Beine aus der Hüfte heraus. Ein starker Beinschlag beim Rückenschwimmen stabilisiert die Lage im Wasser. Der Stil Altdeutsch-Rücken unterscheidet sich davon durch Armbewegungen im Brust-Stil.
Die FINA-Wettkampfregeln besagen für diesen Stil, dass beim Startsignal und bei jeder Wende in Rückenlage abgestoßen und während des ganzen Wettkampfes auf dem Rücken geschwommen werden muss. Bei der Wende kann eine Rollbewegung des Körpers um weniger als 90 Grad aus der Normallage heraus erfolgen; die Haltung des Kopfes ist nicht ausschlaggebend. Ferner muss ein Teil des Schwimmers während des gesamten Wettkampfes die Wasseroberfläche durchbrechen. Es ist dem Schwimmer jedoch erlaubt, während der Wende sowie für eine Strecke von 15 Metern nach dem Start und nach jeder Wende völlig untergetaucht zu sein. An diesem Punkt muss der Kopf die Wasseroberfläche durchbrochen haben.
Bei der Wendenausführung muss der Schwimmer die Wand mit einem beliebigen Teil seines Körpers berühren. Während der Wende dürfen die Schultern über die Senkrechte in die Brustlage gedreht werden. Ein mit der Wendenausführung zusammenhängender Einzelarmzug oder ein simultaner Doppelarmzug dürfen zur Einleitung der Wende ausgeführt werden. Sobald der Körper die Rückenlage verlassen hat, dürfen kein Beinschlag und kein Armzug mehr ausgeführt werden, die nicht mit der Wendenausführung zusammenhängen. Der Schwimmer muss aber in die Rückenlage zurückgekehrt sein, wenn er die Beckenwand verlässt. Ferner soll die Wende in einer kontinuierlichen Bewegung, also aus der Armzugsbewegung heraus, ausgeführt werden. Beim Zielanschlag muss sich der Schwimmer in Rückenlage befinden.
Delfin
Das Schmetterlingschwimmen wurde vom Weltschwimmverband (FINA) als vierte offizielle Schwimmart anerkannt. Die FINA sah sich 1953 zu diesem Schritt gezwungen, um eine eindeutige Differenzierung zum traditionellen Bruststil zu machen.
Beim Armzug werden beide Arme gleichzeitig mit einer S-förmig ziehenden Bewegung unter Wasser von vorn nach hinten geführt und dann gerade wieder über den Kopf nach vorn gebracht, es wird normalerweise alle zwei Züge nach vorne geatmet. Die Beine wurden ursprünglich im Grätschschlag bewegt, daraus entwickelte sich später eine wellenförmigen Auf- und Abwärtsbewegung, wobei beide Beine gleichzeitig aus der Hüfte heraus bewegt werden. Pro Armzug werden ein bis zwei Beinschläge ausgeführt. Der zweite ist hierbei kräftiger als der erste.
Nach dem Kraulstil gilt das Schmetterlingschwimmen heute als zweitschnellste jedoch auch anstrengendste Schwimmart, weshalb es bei Wettkämpfen nur über relativ kurze Distanzen durchgeführt wird. Mit der Einführung des geschlossenen Beinschlags wurde diese Schwimmart jahrzehntelang als "Delfin-Stil" bezeichnet, dann jedoch - ohne Veränderung des typischen Schwimmstils - weltweit wieder auf "Butterfly" bzw. "Schmetterling" zurückgeführt.
Die FINA-Regeln bestimmen, dass von Beginn des ersten Armzuges nach dem Start und nach jeder Wende der Körper in Brustlage gehalten werden muss und beide Schultern mit der Wasseroberfläche in einer Linie liegen. Beinschläge unter Wasser zur Seite sind erlaubt. Nach dem Start und nach jeder Wende darf ein Schwimmer mehrere Beinschläge und einen Armzug unter Wasser ausführen, die ihn an die Wasseroberfläche bringen müssen. Dem Schwimmer ist es erlaubt, nach dem Start und nach jeder Wende bis zu 15 m völlig untergetaucht zurückzulegen. An diesem Punkt muss der Kopf die Wasseroberfläche durchbrochen haben. Der Schwimmer muss bis zur nächsten Wende oder bis zum Ziel an der Wasseroberfläche bleiben.
Beide Arme müssen sowohl nach hinten als auch nach vorn gleichzeitig unter bzw. über Wasser bewegt werden. Alle Bewegungen der Füße und Beine müssen gleichzeitig ausgeführt werden; gleichzeitige Auf- und Abwärtsbewegungen der Füße und Beine in senkrechter Richtung sind erlaubt. Die Füße und Beine brauchen nicht auf gleicher Ebene zu sein, aber wechselseitige Bewegungen (Kraulbeinschlag) sind nicht erlaubt. Eine Brustbeinschlagbewegung ist nicht zulässig. Bei jeder Wende und am Ziel muss der Schwimmer mit beiden Händen gleichzeitig anschlagen.
Text: Jens Hoffmann