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Aqua Jogging

Aquajogging beschreibt ganz normales Laufen im tiefen Wasser, wobei die Füße den Boden nicht berühren.

Es ähnelt in technischer Hinsicht dem normalen Laufen sehr stark, lässt sich in allen gewünschten Intensitäten absolvieren und hat den Vorteil, dabei Gelenke, Sehnen und Bänder zu schonen.

Als Schwimmhilfe werden sogenannte Aquagürtel oder Aquawesten eingesetzt, die zum nötigen Auftrieb verhelfen, um die Bewegung korrekt auszuführen.

Bei der Ausführung ist auf eine aufrechte Körperhaltung zu achten; man sollte sich nicht zu weit nach vorne oder hinten lehnen. Optimal ist eine leichte Vorlage, ganz analog zum Laufen an Land. Auf einen hohen Kniehub achten (bis fast zur Waagerechten) und beim Heben des Knies Kniegelenk etwas unter 90° gebeugt lassen, dann wird der Fuß schräg nach unten gedrückt, quasi hinter den Körper. Die Arme sollen parallel und exakt wie beim Laufen an Land geführt werden; es darf kein "Paddeln" der Arme entstehen.

Ähnlich wie beim Laufen an Land kann Aquajogging in allen gewünschten Geschwindigkeiten ausgeübt werden. Ein Marathonläufer kann bis zu zwei Stunden aquajoggen, Langstreckler trainieren in der Regel mit Intervallen von zwei bis zehn Minuten, und ein Sprinter wird Intervalle von sieben bis maximal 45 Sekunden absolvieren. Auf alle Fälle sollten drei bis fünf Minuten ruhiges Aquajogging als Aufwärmarbeit zu jeder Trainingseinheit gehören. Die "Geschwindigkeit" beim Aquajogging kann nicht über die Zeit gemessen werden, in der eine bestimmte Strecke zurückgelegt wird, denn die Vorwärtsbewegung im Becken ist eher gering. Die Anzahl der Armbewegungen pro 10-Sekunden-Intervall gibt Aufschluss darüber, wie schnell bzw. wie intensiv das Aquajogging durchgeführt wird.

Je schneller die Laufbewegung ist, desto größer wird der Wasserwiderstand. Vor allem bei kürzeren Intervallbelastungen ist zu berücksichtigen, dass hierbei im Körper eine hohe Übersäuerung entsteht; beim Aquajogging können sehr hohe Laktatwerte gemessen werden. So kann nicht nur die aerobe Ausdauerfähigkeit hervorragend trainiert werden, auch die anaeroben Ausdauerfähigkeiten lassen sich mit Intervallen, die an Tempolaufprogramme auf der Bahn angelehnt sind, effizient schulen.

 

Text: Inga Weireter

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