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Nordic Bladen

Beim Inline-Skaten mit Stöcken (Nordic Blading) wird die Bewegung der Inline-Skatens mit Hilfe von Stöcken unterstützt. Die Armarbeit erleichtert die Fortbewegu

Inline Skater schwören darauf, sich im Rausch der Geschwindigkeit rollend durch die Natur zu bewegen - Nordic Walking Fans schwärmen von dem ganzheitlichen Nutzen ihrer Fitnessvariante und Skilangläufer punkten mit einer eleganten Athletik.

 

Drei Sportarten, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.

 

Wem Inline Skaten, Nordic Walking und Skilanglauf alleine zu eintönig ist, der sollte mal „Nordic Blading“ ausprobieren - die Symbiose der drei Sportarten.

Nordic Blading verbindet das herkömmliche Inlineskaten, auf acht oder zehn Rollen mit den Stöcken eines Nordic Walkers und der Technik eines Skilangläufers. Tom Egger ist Mitglied des DSV Nordic Expertenteams und zuständig für die Ausbilderschulungen im Bereich Nordic Blading. Egger schwärmt: „Die Faszination des Nordic Blading ist die Geschwindigkeit und die Ästhetik der Bewegung. Zusätzlich ist der Sport ein gesundheitsförderndes Ganzkörpertraining an der frischen Luft.“

 

Die Finnen machten es vor

Wie auch das Nordic Walking stammen die Ursprünge des Nordic Blading aus Skandinavien. Finnische Langläufer, Biatlethen und nordische Kombinierer nutzten das nordische Skaten, um auch im Sommer einen -dem Skating Langlaufstil ähnlichen- Bewegungsablauf trainieren zu können. Anfangs, in den 1970er und 1980er Jahren wurde der so genannte Rollski als Sommertraininggerät verwendet. Mit der Erfindung der Inlineskates in den frühen 1990er Jahren wurde das Nordic Blading revolutioniert.

Nach und nach wurde spezielles Equipment für das Nordic Blading entwickelt und so der Weg von der Trainingsvariante zum Freizeitsport geebnet. Egger erklärt: „In vielen Sportarten ist es schwierig, den gesamten Körper mit einzubeziehen. Beim Inline Skaten werden überwiegend die unteren Extremitäten und die Hüfte gefordert. Durch den Stockeinsatz beim Nordic Bladen wird die komplette Rumpfmuskulatur, Rücken, Bauch und Oberkörper mit beansprucht.“

 

Foto: A. Wörle, www.nordic-fitness-coaching.de

 

Nordic Blading ist Ausdauertraining. Der Kalorienverbrauch beim Nordic Blading ist aufgrund des aktiven Armeinsatzes höher als beim herkömmlichen Inline Skaten. Egger betont: „Nordic Blading ist für jeden geeignet, der die elementaren Bewegungsabläufe, -Gleichgewicht halten, Bremsen und Beschleunigen- beim Inline Skaten beherrscht. Als Einsteigermaßnahme für Skater ist das Nordic Blading nicht geeignet. Im Allgemeinen lässt sich das Training als Ausdauertraining charakterisieren und ist somit ideal zur Fettverbrennung. Im Leistungssportbereich wird das Nordic Blading auch als Koordinations- oder Schnelligkeitstraining verwendet.“   

 

Aller guten Dinge sind drei

 

Zum Nordic Blading gehören drei Zutaten: Inline-Skates, Nordic Blading Stöcke, Schutzausrüstung.

Zum Nordic Blading eignen sich alle Skates der Rubrik Allrounder. Auch Speedskates mit fünf Rollen werden bei dem Sommervergnügen verwandt.

Die Stöcke bestehen wie das Zubehör beim Nordic Walking aus Carbon oder Alu. Eine feste Hartmetall-Spitze sorgt für den optimalen Halt auf Asphalt. Zusätzliche Gummipads dämpfen die Vibrationen, die durch das Aufsetzen der Stöcke entstehen.

Beim Nordic Blading werden im Hobbybereich Geschwindigkeiten von mehr 30 km/h erreicht, deshalb ist eine adäquate Schutzausrüstung unerlässlich. Neben Helm, Knie- und Ellenbogenschützer, sollen auch Handschuhe verwand werden. 

 

Beim Nordic Blading wird mit einer Doppelstocktechnik gefahren. Das heißt, dass beide Stöcke symmetrisch neben den Skates aufgesetzt werden. Für den Einsteiger ist die 2:1 Technik empfehlenswert. Bei dem zweiten erfolgt der Stockeinsatz. Eine detaillierte Technikbeschreibung findet ihr hier.

 

www.xc-ski.de/355-Aktuelles_News_NordicSports-,e_12273,r_2305.htm

 

 Im Bezug auf die Trainingsempfelung rät Egger: „Ich empfehle jedem Einsteiger an einem Kurs teilzunehmen. Hier werden alle grundlegenden Techniken vermittelt. Nordic Blading hat einen enormen Spaßfaktor. Im Gesundheitssport sollte der Leistungsfaktor eher unberücksichtigt bleiben. Vielmehr sollte es Spaß machen, aktiv zu sein.“

 

Fotos: A.Wörle, www.nordic-fitness-coaching.de

 

 

ng, gibt mehr Schwung und dadurch eine erhöhte Geschwindigkeit und als positiven Nebeneffekt trainiert man darüber hinaus auch den Oberkörper. Hier ist ein wesentlicher Unterschied zum „normalen Skaten“ zu sehen. Durch die Beanspruchung der Muskeln des Oberkörpers ist Nordic Blading eine Inline-Skatingdisziplin bei der die Gesamtkondition mit am meisten trainiert wird. Deshalb erfreut sich Nordic Blading im Bereich des Gesundheitssports großer Beliebheit.

Besonders hilfreich ist der Einsatz der Stöcke auch bei Anstiegen auf ausgedehnten Touren. Das Skaten mit Stöcken setzt voraus, dass die übrigen Bewegungsabläufe des Inline-Skatens automatisiert sind. Nordic Blading ist daher für Inline-Skater ideal, die nach neuen Herausforderungen und Anregungen suchen. Von der Technik kann Nordic Blading mit dem Freistil des Langlaufs verglichen werden. Für den Anfang empfiehlt es sich an einem Nordic Blading-Kurs teilzunehmen, um sich die wichtigsten Kenntnisse über Ausrüstung, Sicherheit und Technik anzueignen. Nach Einübung der Technik von Arm- und Beinkoordination kann das Tempo allmählich gesteigert werden. Die allgemein bekannten und vielfältigen Vorteile des Langlaufs gelten auch für Nordic Blading. Laut Herstellerfirma werden beim Nordic Blading auch mehr Kalorien verbrannt als beim gewöhnlichen Inline-Skating, da die Beanspruchung der Muskeln auf alle großen Muskelgruppen des menschlichen Körpers verteilt wird.

Nordic Blading und verschiedene Abwandlungen werden von vielen Skiläufern als Sommertraining genutzt.

  

Weitere Informationen finden sich unter:

 

www.nordicblading.com

 

Literatur

 

Deutscher Verband für das Skilehrwesen e.V. (Hg.): Ski Lehrplan Band 2. Skilanglauf

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