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Reiten

Reiten bezeichnet nach Wikipedia "das Lenken eines Reittieres, meist eines Pferdes, durch einen auf dessen Rücken sitzenden Menschen, den Reiter. Ursprünglich als schnelle Reisemöglichkeit eingesetzt, ist Reiten heute in Industriestaaten nur noch im Reitsport und in der Freizeitgestaltung gebräuchlich. Als Reittiere sind neben verschiedenen Pferderassen auch Esel, Maultier und Maulesel, Kamele (Dromedar, Trampeltier und Lama) sowie Elefanten gebräuchlich." Da man in Deutschland eher selten Zeuge eines Dromedar-Rennens wird, konzentriert sich der folgende Text hauptsächlich auf den Pferdesport.
 
Mittlerweile hat der Reitsport in der Bundesrepublik nicht nur in der Anzahl aktiver Reiter, sondern auch in der Vielfalt der Reitweisen und Reitdisziplinen ein beträchtliches Ausmaß angenommen. Derzeit schätzt man die Gesamtzahl reitender Pferdefreunde auf etwa 1,5 Millionen, professionelle Turnierteilnehmer und Ausbilder, Amateure und Freizeitreiter jedweder Reitweise eingeschlossen. Da tummeln sich Dressur- und Springreiter, Western- und Töltreiter in vielfältigen Disziplinen; die einen finden Erfüllung im Reiten um des Reitens willen, die anderen begeistern sich für den Wettbewerb. Um eine sichere und sinnvolle Ausübung des Sports für Reiter und Pferd zu garantieren, gilt der Grundsatz: „Reitanfänger auf ausgebildetem Pferd, junges unausgebildetes Pferd unter erfahrenem Reiter, damit jeweils einer vom anderen lernen kann."

Der größte Unterschied zwischen dem Pferdesport und anderen Sportarten besteht darin, dass man ein Tier als Partner hat. Voraussetzung für den Spaß und Erfolg im Sattel ist also, dass man versteht, wie ein Pferd „funktioniert“. Ein Pferd ist kein Sportgerät: Es ist ein Herdentier, daher braucht es so oft wie möglich andere Pferde um sich.

Wer eine Plastiktüte zerplatzen lässt, wild mit den Armen wedelt oder nur laut genug schreit, kann ein Pferd erschrecken. Es ist ein Fluchttier, also flüchtet es; die übrigen Pferde werden folgen.

Pferde sind sehr empfindsam für ihre Umwelt. Sie nehmen häufig sehr genau wahr, welche Signale der Mensch ausstrahlt. Wenn man Angst zeigt, probieren besonders Ponies gerne, wie weit sie gehen können. „Was macht das Mädchen wohl, wenn ich jetzt einfach stehen bleibe, mich umdrehe und in eine andere Richtung laufe?“ Man muss also zeigen, dass man das „Leittier“ ist. Das bedeutet, dass man vor allem ruhig bleibt und dem Pferd konsequent zeigt, was man von ihm will, bis es gehorcht. Wer allerdings aggressiv wird oder es sogar schlägt, ängstigt das Pferd. Wenn es nicht flüchten kann, wird es sich verteidigen. Hier bitte keine Experimente: Jedes noch so kleine Pony ist im Zweifel stärker als jeder Mann.

Zu guter Letzt: Pferde sind auch nur Menschen! Auch sie haben gute und schlechte Tage.

 

Text: Tina Srowig

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