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BMX

Die gängige und übliche Abkürzung BMX steht für das englische Bicycle Moto Cross. Der BMX Sport war in seiner anfänglichen und ursprünglichen Form ein mehrere hundert Meter langer Sandkurs mit Sprüngen und steilen Kurven. Dazu gehörten in erster Linie riskante und spektakuläre Stunts. BMX kommt aus den USA und wurde dort in den 1970er und 1980er Jahren populär. Markenzeichen für das sportliche BMX-Rad sind die 20-Zollfelge sowie der hohe Lenker. Ein normales Fahrrad mit diesen beiden typischen Eigenschaften war für derartige Sprünge und sportliche Parcours ungeeignet. Daher wurde ein stabilerer Rahmen entwickelt, und das Ergebnis war dann das BMX-Rad, mit dem in der heutigen Zeit Wettkämpfe und Rennen veranstaltet werden. Wie bei allen anderen Sportgeräten auch, entwickelt die Sportindustrie schon aus kommerziellem Eigennutz ihre Angebote laufend weiter. Wer sich für Motocross interessiert, jedoch noch nicht Motocross fahren kann oder darf, begnügt sich bis auf Weiteres mit BMX. Das gilt überwiegend für Jugendliche, die noch nicht das notwendige Motocross-Alter erreicht haben. Ein hochwertiges sportliches BMX-Rad setzt sich aus den Einzelteilen Felgen und Rädern nebst Speichen, Rahmen, Gabel und Kurbel, Bremsen, Pedalen sowie Naben und Achsen zusammen. Unter den Fahrrädern wirkt das BMX-Rad wie ein Renner, wie ein kleines Kraftpaket. Beide Räder haben beim BMX den traditionellen Durchmesser von 20Zoll, und das Felgenmaterial ist aus Aluminium. Je nach Güte und Qualität sind die Felgen mehr oder weniger eloxiert, um sie vor Abrieb und Korrosion zu schützen. Die Zahl der Speichen liegt zwischen drei und vier Dutzend je Rad, wobei sie drei- oder gar vierfach gekreuzt sind. Angeboten werden BMX-Räder, bei denen die Zahl der Speichen an beiden Laufrädern sowohl gleich als auch unterschiedlich ist. Die erfahrenen BMX-Radfahrer haben hier eine recht große und individuelle Auswahl. Rahmen und Gabel des BMX-Rades können entfernt mit den verschiedenartigen Golfschlägern verglichen werden. Je nachdem, um welchen Wettbewerb im BMX es sich handelt, eignet sich für den einen dieser, für den anderen jener Rahmen inklusive der Gabel besser. Als Materialien sind unter anderem Aluminium, Carbon oder Stahl verfügbar. Bei größeren Wettbewerben wird dann entweder das BMX-Rad getauscht, oder es wird geschraubt und geändert. Eine ähnliche Produkt- und Materialvielfalt gilt für die Pedalen. Sie werden von Aluminium bis hin zu Plastikkunststoff angeboten, wobei alle Ausführungen recht groß und griffig sind. Beim BMX werden Räder mit und ohne Bremsen genutzt. Auch hier kommt es auf die Vorliebe und das Können des Fahrers beim BMX an, und vor allem auf die zu fahrende Strecke wie beispielsweise Freestyle oder Race. Im BMX Leistungs- und Wettkampfsport werden die sechs Disziplinen Dirt, Flatland, Park, Race, Street und Vert ausgetragen. Seit den Sommerspielen 2008 in Peking gehören zwei Disziplinen bei den Frauen und Männern zum olympischen Programm. Für BMX gibt es keinen eigenen Dachverband, international wird die Sportart durch den Radsport vertreten. Seit Ende der 1980er Jahre werden jährliche BMX-Freestyle-Weltmeisterschaften veranstaltet. Eine BMX-Europameisterschaft wird jährlich ausgetragen, und in Deutschland sind die BMX-Masters eine etablierte Veranstaltung, die seit vielen Jahren im Kölner Jugendpark in Köln-Deutz stattfinden. BMX sieht sich von Haus aus dem nichtorganisierten Sport zugehörig, also ohne Verbandsstruktur, ohne die bekannten und dafür notwendigen ehrenamtlichen und hauptberuflichen Hierarchien. BMX ist eher ein direktes Zusammenspiel zwischen Industrie als Anbieter und Sportlern als Nutzern, den Käufern der BMX-Räder. Im BDR, dem Bund Deutscher Radfahrer als Mitgliedsverband des Deutschen Olympischen Sportbundes, ist BMX eine von vielen Radfahrdisziplinen. In den Vereinen des BDR wird BMX wettkampfmäßig in verschiedenen Altersklassen und Disziplinen von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern gepflegt. Der Übergang vom Wettkampfsport zum Breiten- und Hobbysport ist dabei recht fließend. Im internationalen Turniergeschehen waren die BMX-Sportler des BDR vor zwei, drei Jahrzehnten erfolgreich vertreten, bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking waren jedoch nicht startberechtigt. Ehemals bekannte deutsche BMX-Fahrer sind Stephan Prantl oder Thomas Stellwag, die nationale und internationale Titel gewinnen konnten. Rebecca Berg zählt zu den namhaften Sportlerinnen, neben den beiden US-Amerikanerinnen Nina Buitrago und Cory Coffey. Ein Thema für sich ist die Entwicklung der einzelnen Disziplinen. Vom Race, dem originären Rennen über Freestyle mit unzähligen Tricks und Stunts hat sich die Komplexität im BMX-Sport laufend weiter entwickelt. Das BMX-Rad als Sportgerät wurde fortentwickelt, und dementsprechend aufwändiger konnten auch die Tricks, Stunts und Sprünge werden. Vergleichbar mit dem Bobsport, wo mit zunehmender technischer Entwicklung des Sportgerätes Bob der Rennsport immer schneller wird. Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London sind 16 Frauen und 32 Männer startberechtigt. Zu den Qualifikationswettkämpfen zählen unter anderem die BMX-Weltmeisterschaften, die vom 25. bis 27. Mai, also wenige Monate vorher, in Birmingham/UK stattfinden. Der BMX-Parcours in London liegt im Norden des Olympiaparks und bietet Platz für sechstausend Zuschauer. Nach den Spielen soll daraus eine kombinierte Strecke für BMX, Mountainbiking und Radfahren gestaltet werden. BMX hat es durch den Sport als solchen, aber auch durch die Begeisterungsfähigkeit der Sportler und Zuschauer innerhalb weniger Jahrzehnte den Sprung von der Straße ins Olympische Programm geschafft. Eine wirklich tolle Leistung!

Links:

Bund deutscher Radfahrer (BDR): http://www.rad-net.de/

Allgemeiner deutscher Fahhradclub: www.adfc.de

Text: Wikipedia

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