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sportalis Basic Info
Nicht umsonst sagt man, dass der Fußball des Deutschen liebstes Kind ist! Der Deutsche Fußball Bund (DFB) ist mit ca. 6,27 Millionen Mitgliedern die Bundesweit in ungefähr 26.000 Vereinen organisiert sind die Sportart Nummer eins in Deutschland. Aktiv spielen über 2 Millionen Jungen und Mädchen Fußball in Deutschland und erleben so ein soziales Miteinander innerhalb eines Teams.
Nicht zu vergessen sind die unzähligen Hobbyfußballer, die in bunten Ligen organisiert sind, sich im Park oder in extra geschaffenen Fußballhallen treffen um ihrem Hobby nachzugehen. Obwohl Fußball eine Kontaktsportart ist und somit ein gewisses Verletzungsrisiko nicht zu vermeiden ist, hat er sich in der Gesundheitsbranche etabliert und ist im Sport- und Fitnessprogramm von vielen Krankenkassen vertreten! Hier geht es zum Gesundheitspotential. Aus der Begeisterung des Fußballs haben sich zahlreiche Varianten wie zum Beispiel Beachsoccer, Futsal oder Footvolley entwickelt.
Fußballgeschichte
Die Anfänge des Fußballs liegen Ende des 12. Jahrhunderts. Überlieferungen zufolge hat es damals eine dem Fußballspiel verwandte Spezialdisziplin des ritterlichen Turniers gegeben. Ziel war es einen mit Heu ausgestopften Lederball gegen eine verteidigende Mannschaft durch einen Pass (z. B. ein Stadt- oder Burgtor) zu treiben. Die größte Streitfrage: Darf der Ball getragen werden oder nicht? Die Verneiner gründen 1863 in England die Football Association, die Befürworter 1871 das Gegenstück, die Rugby Football Union.
Die frühen Anfänge in China und Japan
Wissenschaftler datieren die ersten Formen des Fußballs ins 3. Jahrhundert vor Christus. Im Zuge der militärischen Ausbildung in China wurde ein Spiel praktiziert, bei dem eine Lederkugel gefüllt mit Federn in ein ca. 40 cm großes Netz befördert werden musste.
Von 200 v.Chr. bis etwa 600 n.Chr. erreichte das Fußballspiel die größte Beliebtheit in China. Es wurde zum Unterhaltungssport mit zahlreichen Zuschauern. In dieser Zeit wurden auch erste Regeln festgelegt und ein mit Luft gefüllter Lederball verwendet. Im Jahre 900 n.Chr. wurde das spielen mit dem Ball wieder eingestellt. Im 8. Jahrhundert bei den Nachbarn in Japan wurde auch eine Art Fußball gespielt. Die Zielsetzung war es den Ball solange wie möglich mit Fußstößen in der Luft zu halten. Unter dem Namen "Kemari" wurde zu besonderen kultischen Veranstaltungen Fußball im Tempelbezirk zelebriert.
Antike und Mittelalter
In der Antike und im Mittelalter benutzten die Griechen und Römern das Fußballspiel zur militärischen Körperertüchtigung. Der griechische Philosoph Platon nannte das Spiel damals Ballschlacht (Sphairomachia). Der Name Ballschlacht lässt auf eine sehr körperbetonte Spielweise schließen.
Das sogenannte "Harpastum" der Römer basiert sehr wahrscheinlich auf ein Spiel der Spartanern. Es ist aber besser mit dem heutigen "American Football" zu vergleichen. Auf dem amerikanischen Kontinent taten sich die Mayas und Azteken mit zahlreiche fußballähnliche Ballspiele hervor.
Unter dem Namen "giuoco del calcio" begeisterte der Fußball im Mittelalter in Italien die Massen. In Florenz wurde auf dem Kirchplatz Fußball gespielt. Zwei Mannschaften mit je 27 Spielern versuchten den Ball in zwei Zelte, die als Tore dienten, zu befördern. Es gab einen Torwart, der den Ball festhalten durfte und ein Schiedsrichter beobachtete das Treiben.
England gilt als das Mutterland des modernen Fußballs
Während ihrer Eroberungszüge brachten die Römer das Fußballspiel nach Britannien. Die britische Insel gilt als die Geburtsstätte des heutigen Fußballs. Mitte des 19. Jahrhunderts trennten sich die Ballspiele "Rugby" und "Fußball" von einander. 1863 wurden die ersten reinen Fußballregeln in London festgelegt. Auch zu dieser Zeit gab es schon eine Kleiderordnung. Die Spieler mussten Mützen und Hosen, die über die Knie reichten tragen. In den nächsten Jahren wurde das Regelwerk immer mehr verfeinert. 1871 gründete sich in England der erste Fußballverband der Welt und der Englische Pokalwettbewerb wurde ins Leben gerufen.
Deutschland und das runde Leder
Nach der Gründung des ersten Fußballverbands in England, zogen Schottland, Irland und Wales bald nach. 1889 gründeten die Niederlande und Dänemark die ersten nationalen Verbände auf dem Festland. Deutschland folgte im Jahre 1890. Im Endspiel der ersten offiziellen Fußballmeisterschaft des Deutschen Reiches gewann der VfB Leipzig gegen den DFC Prag mit 7:2. Das Spiel wurde in Hamburg vor rund 2000 begeisterten Zuschauern ausgetragen.
1905 wird der Deutsche Fußballbund Mitglied der Weltorganisation FIFA.
Die erste Weltmeisterschaft wurde 1930 in Uruguay ausgetragen. Nur 13 Nationen traten gegeneinander an. Die Deutschen nahmen aus Kostengründen nicht teil.
Der Fußballsport wurde in den nächsten Jahren immer beliebter. Die Verbreitung durch Massenmedien, besonders dem Fernsehen, ließ das Interesse am Fußball immer weiter ansteigen. Bei der Weltmeisterschaft 2002 hatten 198 Länder ein Team gemeldet. Auch für die WM 2006 in Deutschland ist die Zahl mit 197 Ländern beeindruckend hoch.
Erstmals olympisch ist Fußball 1900 in Paris. Zur Premiere und auch vier Jahre später in St. Louis spielen noch Vereinsmannschaften die Medaillen aus. Seitdem Nationalteams dabei sind, dominieren jahrzehntelang vermeintliche Fußballzwerge das olympische Turnier. Da auf Grund der IOC-Statuten zunächst nur Amateure bei Olympia starten dürfen, spielen Fußballmächte wie Brasilien oder Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Mittlerweile hat das IOC den Amateurstatus für Fußballer aufgehoben. Seit 1984 dürfen Profis der Altersklasse U 23 am olympischen Turnier teilnehmen. In Atlanta erleben die Frauen ihre Olympia-Premiere. Die USA holen die erste Olympische Goldmedaille im Frauenfußball.
Text: Chris Bauer