sportalis Basic Info
Basketball ist eine Ballsportart für zwei Mannschaften. Die Faszination dieser Sportart ist das Teamspiel. Jeder Spieler setzt seine besten Fähigkeiten ein und man kann im Grunde genommen nie auslernen. Das Geräusch eines Balles, der ohne Ringberührung durch das Netz rauscht, sie werden es lieben. Selber punkten oder geniale Pässe geben. Sich in dieser Sportart auszuleben kennt keine Grenzen. Es gibt jeweils fünf Feldspieler und maximal sieben Auswechselspieler.
Ziel ist es den 600 - 650 g (Damen 540 g) schweren Ball möglichst oft in den gegnerischen Korb zu werfen, der in einer Höhe von 3,05 Meter hängt. Das Team, das am Ende der regulären Spielzeit von vier mal zehn Minuten (NBA: vier mal zwölf Minuten) die meisten Punkte erzielt hat ist der Sieger.
Hierbei zählen Körbe aus der Nah- und Mitteldistanz zwei Punkte, erfolgreiche Treffer von jenseits der 6,25 Meter-Linie zählen drei Punkte und Freiwürfe zählen einen Punkt.
Sollte am Ende der regulären Spielzeit ein Gleichstand zu Buche stehen, so wird das Spie so lange um fünf Minuten verlängert, bis ein Sieger feststeht.
Basketball ist eine sehr athletische Sportart. Koordinative Fähigkeiten sind ebenso wichtig wie Sprint- und Kraftausdauer. Besonders bei den Streetballereignissen steht das Event im Vordergrund. Wer Style, Sound und gute Moves genießen will, sollte das nicht verpassen! Das Basketball-Mutterland USA ist für jeden Basketballer das Traumziel. Jeden Sommer können Nachwuchstalente Basketball Camps besuchen und den Basketball Way of Life erleben. So auch beim Basketball Camp 2012.
Regeln
Punktgebung: Für einen erfolgreichen Korbwurf werden zwei Punkte berechnet, ein Wurf, der hinter der so genannten Drei-Punkt-Linie (6,25 m Abstand vom Mittelpunkt des Ring des Korbes aus gemessen) geworfen wurde (das heißt der Wurf erfolgte durch einen Spieler, der zum Zeitpunkt des Wurfes hinter der Linie stand oder abgesprungen war) bringt drei Punkte. Bei einem Foul während eines Korbwurfversuches bekommt der gefoulte Spieler die gleiche Anzahl an Freiwürfen, wie Punkte mit einem erfolgreichen Wurf möglich gewesen wären. Der Freiwurf wird aus einer Entfernung von 4,60 Meter (vom Korb) ausgeführt. Wenn der Ball nach einem Foulwurf trotzdem sein Ziel erreicht, zählen die Punkte und der gefoulte Spieler bekommt einen Bonus-Freiwurf (and 1). Ein erfolgreicher Freiwurf zählt immer einen Punkt.
Positionen: Üblicherweise übernimmt jeder Spieler eine der drei taktisch relativ festgelegten Positionen: Center, Flügel (Power Forward, Small Forward), Aufbau (Shooting Guard, Point Guard).
Zu den Positionen:
1. Point Guard: Dieser Spieler konzentriert sich voll und ganz auf den Aufbau des Spieles und ist der so genannte Spielmacher. Er verteilt die Bälle im Angriffssystem und gibt Assists.
2. Shooting Guard: Dieser Spieler hilft dem Point Guard beim Aufbau des Spieles und ist ein Spieler, der aus der Distanz punktet.
3. Small Forward: Dieser Spieler, auch Flügel genannt, hält sich zusammen mit dem Shooting Guard an der Seite des Spielfeldes auf.
4. Power Forward: Diese Spieler sind in der Regel sehr groß und unterstützen die Center in der Nähe des Korbes.
5. Center: Center sind meist auch sehr große Spieler, die direkt unter dem Korb spielen, um den Ball dort zu bekommen und ihn zu "versenken" oder auch Rebounds zu holen.
Zeiteinteilung: gespielt wird in vier Vierteln à zehn Minuten (in der NBA vier mal zwölf Minuten). Jedes Team besitzt 5 Auszeiten (zwei für die erste Halbzeit und drei für die zweite Halbzeit). Die Pause beträgt zwischen zehn und zwanzig Minuten.
Zeitübertretungen: Jeder Angriff darf maximal 24 Sekunden dauern, die auf einer Uhr heruntergezählt werden. Die Zeit wird dabei ab einem Ballwechsel (ein Ballwechsel ist dann geschehen, wenn ein Spieler der verteidigenden Mannschaft während des Spiels den Ball bekommen hat) oder Einwurf gemessen. Außerdem wird nach jedem Korbwurf, bei dem der Ball den Ring berührt hat, die Zeit zurück auf die 24 Sekunden Angriffsdauer gestellt. Das gilt nicht, wenn der Ball die oberste Kante des Brettes berührt. Dies wird als Aus gewertet und führt zu einem Einwurf für die gegnerische Mannschaft.
Bekommt eine Mannschaft den Ball oder gab es einen Einwurf, so muss sie innerhalb von 8 Sekunden den Ball in die gegnerische Hälfte bringen. Gelingt dies nicht, bekommt die gegnerische Mannschaft den Ball. Befindet sich der Ball einmal in der Hälfte, in der der Angriff stattfindet, darf er danach die Mittellinie nicht wieder überschreiten, da dies als Rückspiel gewertet wird. Ein solcher Verstoß wird mit einem Einwurf des gegnerischen Teams von der Seitenlinie bestraft.
Während eines Angriffs dürfen sich die Spieler der angreifenden Mannschaft nicht länger als drei Sekunden am Stück in der gegnerischen Zone (im Freiwurfraum) aufhalten; egal ob der jeweilige Spieler im Ballbesitz ist oder nicht.
Hält ein Spieler den Ball fest, so darf er dies nicht länger als fünf Sekunden tun. Nach den fünf Sekunden muss er einen Korbwurf machen oder den Ball abgeben.
Sollte eine dieser Regeln übertreten werden, so erhält die gegnerische Mannschaft den Ball.
Wenn zwei gegnerische Spieler den Ball gleichzeitig festhalten und keiner ihn unter die alleinige Kontrolle bekommen kann, wird abgepfiffen und es kommt zu einem Sprungball. Dieser findet an dem Kreis statt, der der Stelle, an der sich die beiden Spieler befinden, am nächsten liegt. Bei den Damen kommt es in einem solchen Fall zu ständig wechselnden Ballbesitzen.
Ballkontrolle: Möchte man mit dem Ball laufen, so ist dies nur unter ständigem Dribbeln zulässig. Mit dem Ball in der Hand darf nicht gelaufen werden. Der Verstoß gegen diese Regel nennt man Schrittfehler (Traveling). Ausnahme sind zwei Schritte, die gemacht werden dürfen, wenn der Spieler in der Bewegung den Ball aufnimmt und dann versucht auf den Korb zu werfen (Korbleger). Als Schrittfehler gilt auch, wenn man zum Beispiel mit dem Ball in der Hand springt und wieder mit dem Ball in der Hand und beiden Füßen auf dem Boden landet (Up and Down). Generell sind drei Kontakte mit den Füßen und dem Boden ein Schrittfehler, wenn man den Ball dabei in der Hand hat.
Kein Schrittfehler ist es, wenn man den Ball hält, einen Fuß fest auf dem Boden stehen lässt und sich mit Hilfe des anderen Beines um die eigene Achse dreht (Sternschritt). Dann allerdings darf man nicht das Standbein wechseln. Standbein nennt man das Bein, das beim Stopp zuerst den Boden berührt (Schrittstopp).
Kommt man mit einem Sprung zum Stehen, bei dem beide Füße gleichzeitig den Boden berühren, darf man sich das Standbein aussuchen, darf es aber danach nicht mehr wechseln, solange man noch den Ball in Händen hält (Parallelstopp). Nachdem man gedribbelt und danach den Ball mit beiden Händen aufgenommen hat (oder den Ball auch nur mit einer Hand festhält), darf man nicht wieder beginnen zu dribbeln. Sollte man es doch tun, so nennt man diesen Verstoß Doppeldribbling. Das gilt ebenfalls, wenn mit beiden Händen gedribbelt wird. Bestraft wird ein Doppeldribbling mit einem Balleinwurf der gegnerischen Mannschaft von der Seitenlinie aus.
Man darf den Ball mit allen Körperteilen mit Ausnahme der Füße oder Beine spielen. Berührt ein Spieler den Ball doch mit Fuß oder Bein (wird als "Fuß" bezeichnet), erhält der Gegner einen Einwurf von der Seitenlinie aus, sowie neue 24 Sekunden für seinen Angriff. Aber im Gegensatz zu Fußball, wo Handspiel besonders hart bestraft wird, ist "Fuß" nur ein einfacher Regelverstoß und kein Foul.
Verteidigung: Bei der Verteidigung kommt es darauf an, dass man das gegnerische Team daran hindert einen Korb zu erzielen. Hierzu sollte man sich möglichst zwischen der ballführenden Person und dem Korb befinden.
Fouls: Bei den Fouls unterscheidet man zwischen persönlichen (personal), technischen (technical), unsportlichen (flagrant) und disqualifizierenden (disqualifying) Fouls. Bei einem persönlichen Foul ist immer ein Kontakt zwischen den Gegenspielern vorhanden. Aber nicht jeder Kontakt ist ein Foul. Wenn man den Kontakt mit der Brust aufnimmt, führt diese meist zu einem Offensivfoul. Zu den persönlichen Fouls gehören Stoßen, Schubsen, Festhalten, Schlagen, und so weiter. Begeht ein Spieler ein Foul, bei dem keine Chance auf eine Abwehr des Balles möglich war, kann der Schiedsrichter auf "unsportliches Foul" entscheiden, was mit 2 Freiwürfen und anschließendem Einwurf für die Mannschaft des gefoulten Spielers geahndet wird. Technische Fouls sind Beleidigungen, anstößige Bemerkungen und Handzeichen, längeres Hängen am Ring nach einem Dunking; also jedes Fehlverhalten, das keinen Kontakt beinhaltet. Jedes offensichtlich unsportliche Verhalten eines Spielers, Ersatzspielers, Trainers, Trainer-Assistenten oder Mannschaftsbegleiters kann zu einem disqualifizierenden Foul führen. Hierbei wird die betroffene Person mindestens für die verbleibende Dauer des Spiels disqualifiziert. Die Bestrafung der Fouls richtet sich danach, um was für eine Art Foul es sich handelt und, ob das Foul während eines Korbwurfversuchs geschah oder nicht und ob die Mannschaftsfoulgrenze erreicht ist. Ist die Mannschaftsfoulgrenze (Teamfoul) erreicht, bedeutet das, dass eine Mannschaft mehr als vier Fouls in einem Viertel gemacht hat und somit ab dem fünften Foul zwei Freiwürfe erhält.
Bestrafung persönlicher Fouls:
Foul nicht in der Korbwurfbewegung: Einwurf gegnerische Mannschaft
Foul nicht in der Korbwurfbewegung, Mannschaftsfoulgrenze erreicht: Freiwürfe
Foul in der Korbwurfbewegung: Freiwürfe
Foul in der Korbwurfbewegung, Mannschaftsfoulgrenze erreicht: Freiwürfe
Foul bei erfolgreichem Korbversuch: Korb zählt und ein Bonus-Freiwurf
Foul beim Drei-Punkt-Wurfversuch: drei Freiwürfe
Foul bei erfolgreichem Drei-Punkt-Wurfversuch: Korb zählt und ein Bonus-Freiwurf
Bestrafung unsportlicher Fouls:
Foul nicht in der Korbwurfbewegung: Zwei Freiwürfe plus Einwurf auf Höhe der Mittellinie
Foul in der Korbwurfbewegung: Freiwürfe plus Einwurf auf Höhe der Mittellinie
Foul bei erfolgreichem Korbversuch: ein Freiwurf plus Einwurf auf Höhe der Mittellinie
Bestrafung disqualifizierender Fouls: Wie bei unsportlichen Fouls. Darüber hinaus muss die betroffene Person bis zum Ende des Spiels in die Umkleidekabine seiner Mannschaft gehen oder die Halle verlassen.
Bestrafung technischer Fouls:
Vor dem Spiel: Zwei Freiwürfe unmittelbar vor dem Eröffnungshochball
Während des Spiels: Zwei Freiwürfe plus Einwurf auf Höhe der Mittellinie
Geschichte
Basketball gehört zu den wenigen Sportarten, die regelrecht erfunden wurden. Im Gegensatz etwa zu Fußball, dessen Regeln sich über einen langen Zeitraum spielerisch entwickelten, wurde Basketball von einem Mann entworfen: Der Kanadier James Naismith entwickelte das Ballspiel 1891 in Springfield, USA als Hallensport für die Schule. James Naismith hatte erkannt, dass die Kampfbetontheit in anderen Ballsportarten dadurch entsteht, dass sich das ganze Spielgeschehen in derselben Ebene abspielt (vergleiche beispielsweise American Football). Er suchte einen weniger kämpferischen Sport mit geringerem Verletzungsrisiko. Zu diesem Zweck verlagerte er die Körbe in eine andere Ebene als die Spieler. Um zu verhindern, dass Zuschauer von der Galerie aus Korbwürfe beeinflussen können, wurde hinter dem Korb ein Brett montiert. Auf die Idee dazu kam er, als er Arbeiter einer Fabrik sah, die in ihrer Mittagspause mit einem Ball spielten, den sie versuchten durch eine an der Wand aufgehängten Obstkiste zuwerfen. Basketball wurde damals noch mit einem Fußball gespielt.
Das erste offizielle Basketballspiel fand am 20. Januar 1892 statt. Innerhalb weniger Jahrzehnte setzte sich Naismiths Erfindung in ganz Amerika und schließlich weltweit durch. Seit 1936 ist Basketball Teil der Olympischen Sommerspiele. Frauen-Basketball wurde 1976 Teil der Olympischen Sommerspiele. Einen sprunghaften Fortschritt in der weltweiten Wahrnehmung machte der Basketball 1992, als bei den Olympischen Spielen in Barcelona erstmals Profis zugelassen wurden und das amerikanische "Dream Team" seinen legendären Siegeszug antrat.
Evolution der Basketballregeln
Weblinks:
· http://www.basketball-bund.de
· http://www.basketball-bundesliga.de
· http://www.zweitebasketballbundesliga.de
· http://www.basketballaustria.at
Text: Nicola Smets