Der Weg zum Sport begann für Jutta mit vier Jahren, als sie - noch klein und unverdorben - im ostwestfälischen Langenberg zur Turnhalle marschierte. Damals ahnte noch niemand, dass sie bis zum Abitur dem Turnsport treu bleiben sollte. Auf der Kippe stand ihre sportliche Karriere, als sie mit acht Jahren hoch motiviert und zum Kämpfen bereit auf der Bodenmatte eines Bezirksligawettkampfes stand. Sie vergaß ihre Bodenkür und fluchte: "Scheiße!" Das elitäre Kampfgericht würdigte diese Leistung mit satten 0,1 Punkten. Doch unerschrocken turnte sie weiter...
Da das weibliche Kunstturnen in Langenberg nur wenig Möglichkeiten bot, ausgelassene Partys zu feiern, entschied sie sich zusätzlich für den Partysport Volleyball. Doch das Turnen blieb ihre Leidenschaft. Mit der Bielefelder TG turnte sie schließlich bis zum Abitur in der Oberliga.
Mit dem Entschluss ein Sportstudium in Köln anzustreben, entschied sie sich für eine steile Karriere. Was liegt da näher als sich dem Stabhochsprung zu widmen. Und die Bilanz gibt ihr Recht: zwei zerbrochene Stäbe, eine zerbrochene Latte, Tim Lobingers Händedruck und ein Westfalenmeistertitel sind von ihrer vierjährigen Stabhochsprung Karriere übrig geblieben.
Nach gründlichem Studium -zwölf Semestern + ein Auslandssemester in Innsbruck- konnte sie ihr Studium als Sportwissenschaftlerin mit den Schwerpunkt Medien und Kommunikation beenden. Die Diplomarbeit mit dem Titel "Auswirkungen einer vierwöchigen sleep high - train low Phase auf physiologische Parameter und die Ausdauerleistungsfähigkeit" basiert auf einer empirischen Studie zum Thema Höhentraining. Heute ist Jutta als Volontärin bei sportalis tätig. Ihre Leidenschaft gilt dem Snowboardfahren, am liebsten auf den Freeridemountains der Alpen.