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15.12.2010: Entspannung bei sportalis

Yoga, Pilates, Qi Gong und Feldenkrais im Überblick

Der Winter ist da – und viele Outdoorsportarten sind bei diesem Wetter nicht mehr möglich. Denn wer will sich z.B. bei 3Grad kaltem Wasser auf Wasserskiern hinter einem Boot herziehen lassen?
Darum gibt es jetzt unsere Vorschläge für die Winterentspannung, die den Körper und Geist bei Laune halten sollen gerade wenn die Festtage und viele Schlemmereien vor uns liegen.

 

Pilates z.B. ist eine systematische Form des Körpertrainings zur Kräftigung der müden Muskulatur. Tiefliegende, schwächere Muskelgruppen sollen dabei angesprochen werden, um eine korrekte Körperhaltung zu garantieren. Kraftübungen, Stretching und bewusste Atmung sind Teile des Trainingsprogramms die mit oder ohne Geräte ausgeführt werden können. Wesentliche Prinzipien der rund 500 Übungen sind Bewegungsfluss, Konzentration, Kontrolle über den eigenen Körper und eine bewusste Atmung. Auch der Kreislauf soll angeregt werden während die Stützmuskulatur gekräftigt wird. Da die Bewegungen langsam und fließend durchgeführt werden ist Pilates sehr gelenkschonend und birgt kaum Risiken.

 

Eine ähnliche Entspannungsform ist das altbekannte Yoga (Einheit), welches dem Pilates sehr ähnlich ist. Allerdings geht es hierbei gesondert darum, Geist, Körper und Seele in Einklang zu bringen. Die Reinigung des Ganzen steht im Vordergrund. Daher ist Yoga, anders als Pilates, mehr spirituell angehaucht und verbindet körperliche und geistige Trainingselemente. Vitalität und innere Gelassenheit wird dabei angestrebt. Bei den Übungen verharrt der Körper in verschiedenen, für den Laien oft schwierigen Positionen. Dehn-, Entspannungsübungen, die Erweckung schlafender Fähigkeiten und die Harmonie zu sich selbst sind Hauptprinzipien des Yoga. Anwendungsbereiche sind Rückenschmerzen, Körperhaltungsfehler, Durchblutungsstörungen, Schlafstörungen, nervöse Beschwerden und chronische Kopfschmerzen.

 

Wer sich dem Kampfsport verbunden fühlt sollte Qi Gong etwas näher kennen lernen. Es dient, wie die anderen genannten Formen, ebenfalls der Entspannung und ist Kultivierung von Körper und Geist. Meditations- und Konzentrationsübungen aus verschiedenen Einflüssen von Kampfkünsten sollen die Lebensenergie stärken und das Leben sogar verlängern. Wie das Yoga ist das Qi Gong sehr traditionell und kulturell verankert. Wie der Name Qi = Lebensenergie schon beinhaltet, geht es hauptsächlich darum, diese zu bewahren. Es heißt, dass lange bevor der menschliche Organismus Symptome  oder Krankheiten entwickelt, die chinesische Medizin in der Lage ist, den Zustand der Konstitution zu erfassen und ausgleichend einzuwirken, so dass ein krank-sein abgewendet werden kann. Wer also neugierig ist, und Lust hat sich mit seinem spirituellen Selbst zu beschäftigen, für den wäre Qi Gong eine interessante Möglichkeit.

 

Die letzte Form der Entspannung dient nicht speziell der Entspannung, vielmehr soll sie dem Menschen das Bewegungsgefühl für den eigenen Körper zurückbringen oder positiv verändern. Bei der Feldenkrais- Methode soll man seinen eigenen Körper, sein Nervensystem, seine Bewegungsmuster erfahren und optimal nutzen lernen. Nach Verletzungen wird diese Form oft in der Rehabilitation angewandt ausserdem dient es dem Abbau von fehlhaltungsbedingten Schmerz. Der Geist an sich zählt hierbei weniger eine Rolle, es geht mehr darum seinen Körper so zu beherrschen, dass das Laufen, Schwimmen oder Radfahren ohne Schmerzen oder anderen Hindernissen ausgetragen werden kann. Oft kriegen Menschen Probleme mit der alltäglichen Fortbewegung da sie z.B. von klein auf Fehler in ihr Laufmuster eingebaut haben. Meist reicht eine geringfügige Veränderung dieses Laufmusters um einen beeindruckend schnell wieder auf die Aschenbahn, Wald- oder Parkwege zu führen. Die Hauptmerkmale von Feldenkrais sind einfach und beinhalten soviel wie das  integrierte Zusammenspiel zwischen Körperwahrnehmung -bewegung, Emotion, Denken und Handeln erlernen oder zu verbessern. Diese Methode ist auf fast alle Bereiche anwendbar. Ob am Arbeitsplatz, beim Sport, im Umgang mit Kindern oder Senioren.

Welche Form der Entspannung nun für einen in Frage kommt muss man selbst entscheiden. Diese Vier Formen dienen zur Anregung und Inspiration in der dunklen und kalten Jahreszeit doch einmal etwas Neues auszuprobieren und dem Körper und dem Geiste etwas Gutes zu tun.

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