14.03.2007: AU BACKE! 1. Hilfe bei Zahnverletzungen

Seit einigen Generationen ist vorbeugende Pflege und Zähneputzen von Kindesbeinen an eine Selbstverständlichkeit. Beim Sport droht den Zähnen im Unglücksfall Gefahr...
Freizeitsportarten wie z.B. Mountainbiking, Rollerblading oder Skate- und Snowboarding haben ein gewisses Risiko: Laut einer Studie erleiden sogar bis zu 35 Prozent aller Kinder und Jugendlichen Zahnunfälle im bleibenden Gebiss. Diese Unfälle führen häufig zu lebenslangen Folgeerscheinungen und zu frühzeitigem Zahnverlust. Mag Winston Churchills generelle Aussage, dass Sport Mord sei, auch deutlich übertrieben gewesen sein, so muss dennoch festgestellt werden, dass auch "klassischer" Sport nicht gerade ungefährlich ist. Denn Mannschaftssportarten mit hohem körperlichen Einsatz und Kampfsport weisen ein besonders großes Verletzungsrisiko für die Zähne auf. Rund 80 Prozent solcher Unfälle betreffen die oberen Schneidezähne. Besonders Sportunfälle in Eishockey, Hockey, American Football, Boxen, Handball und Basketball "glänzen" mit einem prozentual hohen Anteil an Zahnverletzungen in der Statistik. Doch bei Zahnverlust aufgrund von Unfällen ist es heute möglich, herausgeschlagene oder abgebrochene Zähne optimal wiederherzustellen und bei spezifischer Therapie sogar lebenslang zu erhalten.
Was tun, wenn es passiert? - Heikle Bergungsversuche
Ist das Unglück schon passiert, dann ist es bei den Bergungsversuchen enorm wichtig, gewisse Spielregeln einzuhalten: Das "Souvenir" aus der Halfpipe - also z.B. ein herausgebrochener Zahn - sollte nämlich auf keinen Fall an der Zahnwurzel berührt werden. Am besten fasst man ihn nur an der Zahnkrone an. Fast noch wichtiger: Das gute Stück darf keinesfalls gereinigt werden. Stattdessen empfiehlt sich eine feuchte Lagerung - idealerweise in einer Zahnrettungsbox, in kalter H-Milch oder einer sterilen Kochsalzlösung. Und dann heißt es: Ab zum Zahnarzt! Dort wandert der abgängige Beißer in die Hände des Zahnarztes, der den Patienten ohne Zeitdruck untersuchen und die Therapie planen kann.
Bild: Photocase.de
Quelle: gesundheit.de/pro dente
Text: Pressemitteilung