09.02.2011: Sport gut für das Immunsystem

Wer häufig mäßigen Sport betreibt, schützt sich dadurch hervorragend vor einer Erkältung. Sportler sind nur halb so oft verkühlt und es erwischt sie im Fall einer Erkrankung auch weniger stark, berichten US-Forscher von der Appalachian State University im "British Journal of Sports Medicine".
Fehlendes Training rächt sich
Die Dosis macht das Gift. Das gilt auch bei einem Marathonlauf. Der ist
nur unter bestimmten Voraussetzungen gesund. Wichtig ist ausreichendes
Training im Vorfeld. Sonst kann sogar das Herz Schaden nehmen. Eric Larose
von der Laval University testete das Herz von Amateur-Marathonläufern zu verschiedenen Zeitpunkten vor einem Marathon auf Belastung, machte Bluttests und untersuchte mit Magnetresonanztomografie (MRT). Die Ergebnisse stellte er jenen direkt nach dem Lauf gegenüber: "Wer zu wenig trainiert, schafft deutlich weniger Herzfitness und Belastbarkeit als ein gut Vorbereiteter. Während des Laufens trägt das Herz eines Untrainierten eher Schädigungen davon, die zwar wieder heilen, jedoch erst nach bis zu drei Monaten", erklärt Larose. Der Unterschied im Training zeigte sich bei den Läufern besonders in der maximalen Sauerstoffaufnahme, der sogenannten "aeroben Kapazität". Dieser unter Belastung gemessene Wert gibt Auskunft über den Sauerstoff-Transport in den Muskeln und somit auch über das Leistungsniveau des Herzens unter Stress.
Schmerzfrei an den Start gehen
Einer deutschen Erhebung zufolge sollte man außerdem nur dann an den Start
gehen, wenn man schmerzfrei ist. Denn Schmerzmittel direkt vor dem Lauf sind nicht nur unwirksam für die Leistung, sondern können auch Gesundheitsprobleme auslösen. Eine bei den österreichischen Schmerzwochen präsentierte Untersuchung von Teilnehmern des Bonn-Marathons verdeutlicht, dass Schmerzmittel das sportliche Ergebnis nicht bessern. Vielmehr haben Läufer, die derartige Medikamente vor dem Lauf einnehmen, ein zwei- bis sechsmal höheres Risiko für Kreislaufversagen, Erbrechen, Blut in Stuhl oder Urin. Auch Nierenkomplikationen können die Folge sein. Das Problem liegt hier besonders in der Umverteilung des Blutes beim Sport weg von inneren Organen und hin zur Muskulatur und Haut. Niere, Magen und Darm können somit ein Medikamente kaum abbauen und vertragen es folglich schlecht.