Du bist hier: sportalis  >  artikel  >  Sind Vereine ganz dicht?

14.03.2007: Stromfresser Turnhallen

Sind Vereine ganz dicht?

Der Luftzug in manch alter Turnhalle mutet im Winter dem Polarwind an. Was machen: Heizung voll aufdrehen oder auslassen? Gesundheit schädigen oder Umwelt und Geldbeutel? Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hilft ab sofort Vereinen, die Energie sparen wollen

 

 

2,5 Millionen Euro Förderung

Damit Sportler in Vereinen auch  ressourcenschonend aktiv sein können, bezuschusst die Deutsche  Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen  Olympischen Sportbund (DOSB) ab sofort Kleinprojekte mit bis zu 5.000 Euro.

Insgesamt fördern wir bis 2008 dynamische Projekte für mehr  Natur- und Klimaschutz oder Umweltkommunikation in Sportvereinen mit  2,5 Millionen Euro,

betont DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers.  Mit Hilfe eines vereinfachten Antragsverfahren sollen nun aber vor  allem gezielt kleinere Sportvereine animiert werden, in den  Umweltschutz zu investieren. Man hoffe die breite Masse für Öko-Aktivitäten im Sinne nachhaltiger  Entwicklung zu sensibilisieren.

Gerade in Energie- und Trinkwasser-Fragen besteht nach wie vor  ein erhebliches Einsparpotenzial,

weiß Hans-Joachim Neuerburg von der für Projektideen vom DOSB eingerichteten Clearingstelle Sport und  Umwelt. Daher sei man froh, jetzt im Rahmen der Partnerschaft Sport und Umwelt die Möglichkeit zu haben,  entsprechende Einsparmaßnahmen ohne großen bürokratischen Aufwand zu  fördern. Die Palette der förderfähigen Vorhaben reicht vom Austausch veralteter Kühlanlagen im Vereinsheim über einfache Maßnahmen zur  Wärmedämmung bis hin zur Umrüstung auf sparsame Armaturen im  Sanitärbereich oder zur Installation einer Solaranlage zur  Warmwasserbereitung.

Einzige Bedingung ist: Die Gesamtkosten des  geplanten Vorhabens sollten die Grenze von 10.000 Euro nicht  überschreiten. Ein einfaches Formular der Clearingstelle soll ausreichen, um das  Projekt anzuschieben. Nach Rücksprache mit der Koordinationsstelle gibt die Stiftung dann  grünes Licht, und der Verein kann mit der Umsetzung beginnen. Zwar  müssten die Sportler erst einmal in Vorleistung gehen und die  Verwendungsnachweise an die Clearingstelle schicken. Die Aufwendungen will die DBU dann aber innerhalb von vier Wochen erstatten. Der zu  erbringende Eigenanteil beträgt mindestens 50 Prozent und kann durch  geldwerte Leistungen wie zum Beispiel Eigenleistungen von Mitgliedern erbracht werden. Für diese zunächst auf ein Jahr begrenzte Aktion stehen insgesamt  100.000 Euro Fördermittel zur Verfügung.

Nähere  Informationen gibt es unter www.dosb-clearingstelle.de

Login                    Passwort