Kletterzubehör
Kletterzubehör - Alpinisten sind mit ihnen vertraut, aber auch Sportkletterer sollten sich mit mobilen Sicherungsgeräten auseinandersetzen.
Nicht nur in der spärlich beringten Pfalz, auch in der Fränkischen Schweiz können
Klemmgeräte unzureichende Absicherung entschärfen und für sicheres Klettern
sorgen. Im Kletterführer ist oft eingezeichnet, wenn eine Route zusätzlich durch Klemmgeräte abgesichert werden kann – oder soll! Vor allem Risse im Fels bieten sich an, um ein Klemmgerät zu legen.
Es gibt zwei verschiedene Funktionsweisen unter den mobilen Sicherungsgeräten:
Starre Klemmkeile und flexible Einheiten, die oft als „Friends“ bezeichnet werden, ursprünglich nur eine Markenbezeichnung wie auch „Camelot“ oder „Alien“. Die starren Klemmkeile bestehen aus einem eckigen Aluminium-Kopf und einem
Drahtkabel, an dem der Karabiner befestigt ist. Kennt man die Tour noch nicht, sollte einen ganzen Satz mit sich führen. Das sind etwa zehn Klemmkeile in verschiedenen Größen. Die Belastbarkeit ist vom Gestein und vom Durchmesser des Drahtkabels abhängig. Auf Hochtouren genügt es meist, große Klemmkeile mitzunehmen.
Wichtig ist, dass der umliegende Fels kompakt genug ist. Bei Belastung wirkt das Vielfache des Fangstoßes auf den Riss! Außerdem muss sich der Riss in die
Belastungsrichtung verjüngen, damit der Klemmkeil tatsächlich klemmt. Granit mit seinen oft parallel laufenden Rissen ist daher schwieriges Gelände, um einen Klemmkeil sicher zu legen. Der Klemmkeil soll an mindestens drei Punkten aufliegen. Um ein Gefühl für passende Stellen zu bekommen und Routine in der Wahl der Keilgröße, ist viel Übung in gut abgesicherten Klettergärten notwendig. Neben den „viereckigen“ Klemmkeilen, gibt es auch so genannte „Hexcentrics“. Das sind sechseckige Klemmkeile, die vor allem in größeren Rissen gut einzusetzen sind. Da sie drei verschiedene Klemmpositionen möglich machen, waren sie vor Verbreitung der flexiblen Klemmgeräte sehr beliebt. Ein gut gelegter Kletterkeil ist manchmal gar nicht so leicht zu entfernen. Deshalb ist es sinnvoll auch noch ein leichtes, einfaches Werkzeug mit sich zu führen, den Klemmkeilentferner oder „Nut Key“.
Gegenüber Klemmkeilen haben flexible Klemmgeräte den Vorteil, dass jedes Klemmgerät eine gewisse Bandbreite an Rissbreiten abdeckt. Außerdem können sie auch in parallelen Rissen, wie sie oft im Granit vorkommen, verwendet werden. Sogar in sich leicht öffnenden Rissen halten die flexiblen Klemmgeräte noch, wenn auch die Haltekraft nur noch schwer einzuschätzen ist. Nachteilig sind der höhere Preis, das Gewicht und das schwierigere Platzieren. In der Regel handelt es sich um eine Konstruktion aus einem starren oder flexiblen Schaft, an dem vier bewegliche Segmente angebracht sind. Über ein Zugsystem kann man die beweglichen Segmente verkleinern und, im Riss positioniert, wieder in Regenschirm-Form aufspringen lassen.
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