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09.02.2011: Gewichtsreduktion lediglich positiver Nebeneffekt

Heilfasten

Der Begriff Heilfasten, in den 1930er Jahren von Dr. Otto Buchinger begründet, kann ebendies bedeuten – heilsames Fasten. Dafür sollte allerdings Verschiedenes beachtet werden.


Der Verzicht auf feste Nahrung hat zunächst einmal zur Folge, dass der Körper die gebrauchte Energie aus seinen Reserven (Proteine, Kohlenhydrate und Fette) bereitstellt. Zu Beginn greift er dabei auf die in der Muskulatur gebundenen Proteine zurück. Da hierbei auch der Herzmuskel angegriffen werden kann, sollten Personen mit Herzproblemen jeglicher Art auf das Fasten unbedingt verzichten. Gleiches gilt für Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes und Krebserkrankungen. Auch bei Schwangerschaften kann sich das Fasten negativ auswirken.

Die Umstellung auf Fettabbau hingegen erfolgt erst nach längerer Fastenzeit. Dabei kann es durch die Bildung von Aceton zu verstärktem Körper- sowie Mundgeruch kommen. Zu weiteren häufig beklagten Nebenwirkungen zählen niedriger Blutdruck, Schwächeanfälle, Kopfschmerzen, Müdigkeit, trockene Haut oder Schwindelgefühle. Diese sind in der Regel auf einen Mangel an Flüssigkeit und Elektrolyten zurückzuführen und somit leicht zu beseitigen.

Dies gesagt, kann eine Fastenkur selbstverständlich auch positive Auswirkungen mit sich bringen. Viele Personen verspüren generell ein gesteigertes körperliches Wohlbefinden und nennen zudem erhöhte Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit als angenehme psychische Veränderungen.

Weiterhin werden unterschiedlichen Varianten, in welchen das Heilfasten betrieben werden kann, verschiedene gesundheitliche Auswirkungen zugeschrieben. Wissenschaftlich belegen lassen sich diese jedoch heutzutage noch nicht.

Die ursprüngliche Form des Heilfastens nach Dr. Buchinger wird hauptsächlich als Einstieg in eine ausgewogene und vollwertige Ernährung verstanden. Die F.X.-Mayr-Kur ist als therapeutische Kur für den Darm angelegt. Ebenso soll sich das Molke-Fasten positiv auf den Darm auswirken.

Des Weiteren gibt es die Schroth-Kur, deren Ziel eine Reinigung des Körpers ist. Dieser gewünschte Effekt des „Entschlackens“ ist jedoch wissenschaftlich nicht zu belegen, denn der gesunde Körper entledigt sich so genannter Abfallstoffe durch Darm- und Nierentätigkeit ohnehin.

In jedem Fall sollte eine Fastenkur nur unter ärztlicher Begleitung durchgeführt werden. Empfehlenswert ist hier der Aufenthalt in einer Spezialklinik oder einem Sanatorium, zu deren Angebot häufig auch Schulungen als Hilfe zur Umstellung auf eine gesunde Ernährung gehören.

Text: Kevin Ritter

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