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14.03.2007: Thema des Monats Tanzen

Fußtrommler und Tanzmuffel

Im November widmet sich sportalis den Tanztypen: dem lässigen „Fußtrommler“, dem „Kopfnicker“, den „Wilden“. Wir untersuchen die verschiedenen Aspekte einer Bewegungsform, die durch Zeiten und Kulturen die Menschen fasziniert hat...

Sie sind uns bekannt - die lässigen „Fußtrommler“- die an der Theke stehend, den Beat der Musik über den Boden ins Erdreich weitergeben. Dann gibt es noch den „Kopfnicker“, der der Komposition eine wohlwollene Dankesgeste ausspricht und nicht zuletzt gibt es die „Wilden“, die a la John Travolta und Uma Thurman hemmungslos die Musik in sich aufsaugen und mit den Rhythmen verschmelzen.

Neben den allabendlichen Partytänzen hat sich in dem letzten Jahrhundert eine unfassbar vielfältige Welt rund um das Thema Tanzen entwickelt, so dass jeder in diesem Bereich seine Nische findet.


Seit jeher verspürt der Mensch das Bedürfnis sich im Takt von Rhythmen zu bewegen. Beginnend bei den vorchristlichen Urvölker, die durch rituelle Tänze mit ihren Göttern kommunizierten, über die tanzenden und musizierenden Griechen und indische Tempeltänzer, bis hin zum mittelalterlichen Volkstanz wurde in allen Teilen der Erde in unterschiedlichen Formen getanzt. Die Aristokraten vergnügten sich später mit höfischen Gesellschaftstänzen ihre Freizeit. Eine neue Strömung in der Tanzwelt prägte der tanzverrückte Sonnenkönig Ludwig der XIV. Er wagte sich im "Ballett de la Nuit" selbst auf die Bühne. Von der Euphorie des klassischen Balletts ergriffen, gründete er 1661 in Paris die erste Ballettschule "Academie royale de danse".

Neben dem Ballett entwickelte sich im 19. Jahrhundert vor allem der Gesellschaftstanz. Die rhythmusbegnadete, schwarze Bevölkerung in Amerika beeinflusste die Tanzgeschichte maßgeblich. Afrikanische Tanzelemente wurden in den Gesellschaftstanz eingeflochten und von den USA und Südamerika nach Europa importiert. Im frühen 20. Jahrhundert standen die Tänze Boston, Tango und Rumba bei der Bevölkerung hoch im Kurs. Unvergessen bleibt der Charleston Tanz , der mit beherztem Hüfteinsatz in den 20er Jahre hierzulande eine wahre Euphorie auslöste. Mit Beginn des zweiten Weltkrieges wurden öffentliche Tanzveranstaltungen untersagt, dennoch hielt das Kribbeln in Füßen an, so dass sich bis heute eine unüberschaubare Tanzvielfalt entwickelt hat.

Tanzstile wurden modernisiert, modifiziert und mit neuen Einflüssen vermischt. Von dem klassischen Ballett haben sich moderne Varianten wie Modern Dance, Jazz Dance, Streetdance abgeleitet. Einer der spektakulärsten Tanzstile entwickelte sich in den 70er Jahren in den afroamerikanischen Ghettos von New York. Die "Straßenkids" begannen, sich im Tanz auszudrücken - Hip Hop wurde erfunden. Mittlerweile hat sich der Stil zur Subkultur weiterentwickelt. Spezielle Kleidung, eigene Musik, eine besondere Sprache und nicht zuletzt eine bestimmte Lebenseinstellung prägen den Lebensstil Hip Hop. Als spezieller Tanz aus der Hip Hop Kultur konnte sich der Breakdance etablieren. Roboterartige Bewegungen in Verbindung mit artistischen Elementen sind bezeichnend für diesen Tanzstil. Kurse zu den einzelnen Tanzstilen werden in den meisten kommerziellen Tanzschulen, manchmal sogar in Sportvereinen, angeboten.

Und natürlich wird nach wie vor als Paar getanzt: Bei den klassischen Turniertänzen wird in Standardtänze (langsamer Walzer, Tango, Wiener Walzer, Quickstep, Slow Fox) und Lateinamerikanische Tänze (Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble, Jive) unterschieden. Wer sich selbst aufs Parkett schwingen will, aber keinen passenden Tanzpartner hat, der sollte sich mal im Internet auf die Suche begeben. Immer mehr Tanzbörsen halten das passende Tanz-Pendant für euch bereit. Hier eine Auswahl der bekanntesten Tanzpartner Börsen.

http://tanzpartner.salsatecas.de/

http://tanzpartner.salsatecas.de/http://www.tanzmitmir.net/

http://www.tanzpartner1.de/

 

Das sportalis "Thema des Monats" dreht sich rund ums Tanzen. sportalis gibt im Monat November einen umfassenden Überblick über verschiedene Themenschwerpunkte:

In den 70er Jahren konnte sich die männliche Population noch damit brüsten, sich als "Nicht-Tänzer" zu bezeichnen, um Männlichkeit und Coolness zu demonstrieren. Dieses Phänomen hat sich gewandelt: Immer mehr Männer finden den Weg auf die Tanzflächen. Erwartet die Gesellschaft sogar, dass Männer tanzen? Wir fragen nach...

Außerdem werden verschiedene Tanzstile beschrieben und die Faszination am indischen Bollywood Getanze oder auf der japanischen Tanzmaschine aufgedeckt.

Auch als Therapieform gewinnt das Tanzen immer größere Bedeutung. sportalis erläutert Einsatzgebiete und die Nutzen von Tanztherapien.

Text: Jutta Kühle

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