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29.05.2008: Ghana | sportalis gegen Rassismus

Ghana Fußball-WM

Mit Gerald Asamoah steht ein Fußball-Nationalspieler in Deutschlands WM-Aufgebot der in Ghana geboren wurde. So verbindet der stets gut gelaunte Stürmer von Schalke 04 beide Länder miteinander. Leider sehen das ein paar unverbesserliche Rechtsextreme, die nichts aus der Vergangenheit gelernt haben nicht so und machen Stimmung gegen deutsche Nationalspieler anderer Herkunft.

Ist Gerald Asamoah nun Deutschland oder nicht? Diese Frage geisterte vor der Fußball Weltmeisterschaft durch diverse Internet-Foren.

Die rechtsextremistische Hetzkampagne gegen den in Ghana geborenen Deutschen Nationalspieler zeigt uns, dass es leider immer noch Unverbesserliche, von Fremdenhass erfüllte Menschen in Deutschland gibt.

Sogar die Politik benutzte die farbigen Nationalspieler gezielt um für ihre rechtsorientierten Inhalte zu werben. Die NPD veröffentlichte einem WM-Planer unter dem Motto: "Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe! Für eine echte NATIONAL-Mannschaft“! Die Titelseite zierte ein deutsches National-Trikot mit der Nummer 25 von Patrick Owomoyela, der wie Gerald Asamoah dunkelhäutig ist.

Der NPD-Planer darf glücklicherweise nach einer Klage vom Nationalspieler Patrick Owomoyela und des deutschen Fußball-Bundes (DFB) mittlerweile nicht mehr verteilt werden.

Der Rassismus ist auch in anderen Ländern Europas ein Problem.

Gerade in Spanien und Italien kommt es immer wieder zu rechtsextremen Anfeindungen und Übergriffen.

Das Problem ist erkannt, aber längst noch nicht gebannt.

Die Aktion “Stand up Speak up“ von Nike gegen Fremdenfeindlichkeit war ein Anfang.

Viele prominente Fußballer, egal welcher Nationalität und Hautfarbe stellten sich als Schirmherren zu Verfügung.

In Deutschland warben Otto Addo und Christopf Metzelder für die Aktion. Auch in den unteren Ligen gibt es rechtsextreme Fangruppierungen, die immer wieder Fußballer anderer Herkunft mit diffamierenden Sprüchen und Gesängen verunglimpfen.

Leider missbrauchen immer wieder Menschen den Sport als Plattform für ihre Ideologien.

Im Kampf gegen Gewalt und Rassismus arbeitet der DFB eng mit der Koordinationsstelle Fan-Projekte zusammen. Der DFB verabschiedete einen so genannten zehn Punkte-Plan gegen Rassismus. Mehr zu den Inhalten erfahrt ihr hier.

Das soziale Miteinander lässt leider trotzdem immer noch zu Wünschen übrig. Ein Weg zueinander könnte über den Vereinssport gelingen. In den Sportvereinen wird durch das miteinander Sport treiben schon in der Kindheit der Grundstein zu einem toleranten und friedlichen Zusammenleben gelegt. Durch den gemeinsamen Sport können sich unterschiedliche Kulturen annähern und besser verstehen lernen. Wenn ihr Lust habt in einen Verein Sport zu treiben, oder euer Kind Lust hat sportlich aktiv zu werden hat sportalis genau den richtigen Service für euch.

Hier findet ihr die Sportvereine in eurer Nähe.

bauer(at)sportalis.de

Die sportalis-Redaktion hofft, dass wir alle eine friedliche Fußball-Weltmeisterschaft erleben werden und die Welt wirklich zu Gast bei Freunden sein wird.

Text: Chris Bauer

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