10.12.2009: Fußball-WM Special

Die spanische Liga gilt als die stärkste der Welt. Trotzdem konnte das Land von der iberischen Halbinsel noch nie einen WM-Titel gewinnen. Was sich die spanischen Fußballstars von den einheimischen Flamenco-Tänzern abgucken könnten um dieses Jahr erfolgreicher zu sein, erfahrt ihr hier.
Die spanische Fußball-Nationalmannschaft gehörte schon oft zu den Favoriten bei Weltmeister- und Europameisterschaften. Jedoch gelang es ihr nur die Europameisterschaft 1964 zu gewinnen. Man vermisste bei einigen Auftritten der Elf einfach das Feuer und die Leidenschaft.
Dies kann man den spanischen Flamenco Tänzern und Tänzerinnen sicher nicht vorwerfen. Sie tanzen mit einer Hingabe, die man beim spanischen Nationalteam leider nicht so oft gesehen hat.
Der Flamenco steht neben dem Stierkampf für das traditionelle Spanien und stammt ursprünglich aus Andalusien, wird aber längst nicht mehr nur dort getanzt.
Die durch andalusische Zigeuner (Gitanos) geprägte Kunst besteht aus Gesang (Cante), dem Gitarrenspiel (Toque) und dem Tanz (Baile).
Der Flamenco ist viel mehr als nur ein Tanz, er ist Ausdruck des Lebens zur Zeit der Inquisition: gewaltsam, schonungslos und ergreifend.
Die Zigeuner wurden von der andalusischen Bevölkerung immer mehr in das karge Gebirgsland getrieben, wo sie fortan Mundraub und Schmuggel betreiben mussten, um zu überleben. Wut, Trauer und Verzweiflung spiegeln sich ebenso im Flamenco wieder, wie die Hoffnung, Lebensfreude und Leidenschaft. Beim Flamenco ist jeder Teil des Körpers involviert und Oberkörper, Arme, Hände, Finger, ja selbst die Blickrichtung ist wichtig. Während den langsamen Passagen des Tanzes ist die Körperspannung von eminenter Bedeutung. Die Kombination von schnellen Schrittfolgen und langsamen Elementen des Flamencos machen den Reiz aus.
Auch in Deutschland wird Flamenco getanzt. In vielen Städten gibt es Flamenco-Schulen, wo man den Tanz Schritt für Schritt erlernen kann.
Sicher gehört der Flamenco zu den schwer zu erlernenden Tänzen, jedoch gilt auch hier, Übung macht den Meister.
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Wie immer wünscht euch das sportalis-Team viel Erfolg bei euren Aktivitäten.
Text: Chris Bauer