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10.12.2009: Fußball-WM Special

Favoritenschreck Tunesien

Die Tunesische Nationalmannschaft ist nach dem Confederations-Cup 2005, auch bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr zu Gast bei Freunden. Die begeisterungsfähigen Fans aus Nordafrika hoffen auf ein besseres Abschneiden als beim Confed-Cup. Wie man die Favoriten ärgert, haben die Handballer aus Tunesien bei der WM 2005 im eigenen Land gezeigt.



Tunesien ist nicht gerade als große Ballsportnation bekannt, konnte sich aber schon vier Mal für eine Fußball Weltmeisterschaft qualifizieren. Die WM 2006 in Deutschland ist die dritte Teilnahme in Folge für die tunesische Elf. Letztes Jahr konnten wir uns beim Confederations-Cup vom Können der Tunesier überzeugen.

Zwar schieden sie in der Vorrunde aus, besiegten aber den Ozeanien-Meister und WM Teilnehmer Australien mit zwei zu null. Die beiden anderen Spiele verlor die Mannschaft eins zu zwei gegen Argentinien und null zu drei gegen das deutsche Team.

Historisches wäre 2005 beinahe der Handball-Nationalmannschaft Tunesiens im eigenen Land gelungen. Im Halbfinale verloren die Nordafrikaner 30 zu 33 gegen Spanien und verpassten den dritten Platz durch eine denkbar knappe 25 zu 26 Niederlage gegen Frankreich die erste Medaille für ein afrikanisches Handballteam bei einer Weltmeisterschaft. Der beste Spieler des Gastgebers Wissem Hmam wurde mit 81 Treffern Torschützenkönig der Weltmeisterschaft und errang so einen schönen persönlichen Erfolg. Nach der Weltmeisterschaft wechselte der linke Rückraumspieler zum französischem Spitzenclub HB Montpellier.

Ob die Fußballer dieses Jahr eine ähnlich überraschende Erfolgstory schreiben können bleibt abzuwarten.

Die erste deutsche Liga gehört zu den stärksten der Welt und wird vom Deutschen Handball-Bund (DHB) organisiert. Das Nationalteam steht nach einem sehr erfolgreichen Jahr 2004 mit dem Europameistertitel und der olympischen Silbermedaille von Athen vor dem Umbruch. Viele verdiente Spieler traten zurück. Diese Lücke konnte bei der Weltmeisterschaft in Tunesien noch nicht ganz geschlossen werden. Am Ende wurde die deutsche Mannschaft Neunter, aber die Hoffnung, dass Nationaltrainer Heiner Brandt den Umbruch rechtzeitig zur Weltmeisterschaft 2007 in Deutschland schafft bleibt bestehen.

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Nun hofft das sportalis-Team, dass wir euch zum Sport treiben anstiften konnten, denn nur wer in Bewegung ist, kann vorankommen.

Bis bald die sportalis-Redaktion

Text: Chris Bauer

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