Schon bei der Fußball WM 2006 machten es uns die Italiener und die Amerikaner in der Vorrunde vor: Fußball mit neun Spielern.
Damals bestimmte dies noch der Schiedsrichter, nun sollen sich deutsche Kreisligisten an diesem "strategischen Modell" versuchen.
In einem Interview mit dem Fachmagazin Kicker erwog DFB Präsident Theo Zwanziger die Überlegung, ab dem Sommersaison 2008 mit neun anstatt elf Spielern den traditionellen Fußballsport zu revolutionieren. Diese Neuregelung würde die untersten Spielligen ab der Kreisklasse A abwärts betreffen.
Herr Herz von der Pressestelle des DFB beschwichtigt: "Bei diesem Ansatz handelt es sich um ein reines Gedankenmodell des Präsidenten. Keinerlei Beschlüsse diesbezüglich sind derzeit konkret."
Hintergrund dieser Diskussion sind abnehmende Zahlen aktiver Spieler. Laut der DFB Mitgliederstatistik ist die Zahl der gemeldeten Mannschaften von 177.784 im Jahr 1998 auf 172.716 (2006) gesunken.
Immer weniger, aktive Spieler nehmen am Ligabetrieb teil. Besonders Vereine unterer Ligen haben mit einem Mannschaftsschwund im Seniorenbereich zu kämpfen, die durch die angedachte Neuregelung bei einer Mannschaftsaufstellung entlastet werden sollen.
Text: Jutta Kühle