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25.11.2006: Hip Hop-Breakdance

Fette beats und coole moves

Lässige Streetfashion, Grafitti, Rap und Breakdance gehören untrennbar zur Subkultur Hip Hop. Besonders der spektakuläre Tanz mit akrobatischen Elementen und perfekter Körperbeherrschung fasziniert ...

 

 

 

Bildquelle: Mark Mühlhaus/attenzione

Wir befinden uns in den späten 60er Jahren in den Hinterhöfen der New Yorker Ghettos:
Straßengangs formieren sich und ziehen durch die Gassen der Bronx. Kriminalität, Gewalt und Erpressung stehen an der Tagesordnung, Bandenkriege mit tödlichen Auseinandersetzungen gehören zum Alltag. Genau in dieser Szenerie stecken die Ursprünge des Hip Hop:
 
Es mangelt an Zukunftsperspektiven. Gerade die afroamerikanische Bevölkerung, die zu jener Zeit immer noch von den Weißen unterdrückt wird, sucht nach Identifikationsmöglichkeiten. Als Alternative zur Kriminalität entdecken sie den Sprechgesang und nutzen diesen als Kommunikationsinstrument, um sich von den Weißen zu distanzieren. Da die Bronx mit ihren gesellschaftlichen Konflikten kein öffentliches Interesse darstellt, entwickelt sich der Hip Hop bis in die späten 70er nahezu isoliert von der Außenwelt. Schnell prägen sich eigene Tanzstile, ein eigener Slang und letzlich eine eigene Subkultur. Bezeichnend für die Hip Hop Kultur sind die vier tragende Elemente aus der sich Hip Hop zusammensetzt: Rap, DJing, Breakdance und Graffiti.

Der Tanz der Hip Hop-Bewegung ist der Breakdance. Heute werden alle Tanzstile des Breakdance weltweit und schichtübergreifend ausgeübt:
Zum Breakdance gehört das B-Boying, das sich wiederum aus Powermoves und Styles zusammensetzt, das Locking, das Popping und der Boogaloo.

Das B-Boying entstand Anfang der 70er Jahre an der Ostküste der USA. Die Tänzer, B-Boys und B-Girls, nuzten die Rhythmen der Musik und begannen sich während der musikalischen Breaks zu bewegen. Schon bald wurden erste Drops (unverhofftes Fallenlassen) und Spins (Drehungen auf Körperteilen) mit in die Performance eingeflochten. Das heutige B-Boying setzt sich aus schnellen tänzerischen Schrittkombinationen, den sog. Styles und akrobatischen Elementen den sog. Powermoves zusammen. Hier findet ihr ein paar spektakläre Powermoves.

Unabhängig vom B-Boying entwickelte sich an der Westküste ein eigener Hip Hop Stil names Locking. Durch bewusst erzeugte Komik mit clownesken Effekte gewinnt der Breakedance karikaturähnliche Bewegungsmerkmale. Locking in Perfektion findet ihr hier.

Eine weitere Variante des Breakdances ist das Popping. Kennzeichnend für diesen Tanzstil sind mechanische, roboterähnliche Bewegungen, die wie ruckartige Explosionen im Körperinneren wirken.   
Der Boogaloo stammt ebenfalls von der Westküste. Dieser Tanzstil zeichnet sich durch weniger abgehakte Bewegungen aus. Boogaloo ist ein flüssiger Tanz, bei dem alle Körperteile eingebunden werden. Scheinbar rollt eine Welle durch den Körper. Ende der 70er Jahre kombinierten Tänzer Bewegungen des Boogaloo mit dem Elemtenten des Poppings. Es entstand der Electrik Boogaloo, den ihr hier bestaunen könnt.

Das größte und bekannteste Breakdance Festival ist das Battle of the year. Seit 16 Jahren wird das Event in Braunschweig veranstaltet und lockt die weltweit besten B-Boys und B-Girls in den "battle".

Text: Jutta Kühle

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