
09.02.2011: Kletterzubehör

Kletterzubehör Chalk - Manche kennen es vom Turnen oder Gewichtheben, beim Klettern staubt Chalk (Kreide, Kalk, Magnesia) Zuschauern oft schon von weitem aus der Wand entgegen.
Nur wenige Kletterer wehren sich gegen die Verwendung des weißen Pulvers, das die schwitzigen Hände trocken hält, die Reibung verstärkt oder einfach nur ein bisschen Mut macht und die schmerzenden Finger beruhigt. Bei manchen Sportkletterern scheint sich der Griff nach hinten in den Chalkbag zu einem Ritual entwickelt zu haben.
Diese verschließbaren Beutel, mit einer Schlinge um den Bauch befestigt oder mit einem kleinen Karabiner hinten am Klettergurt, gibt es in allen möglichen Designs und Ausführungen. Mit Kordelzug oder Klett, manchmal auch mit Reißverschluss. Oft mit Schlaufe, um noch eine Bürste zum Putzen einzustecken. Extra große Chalkbags eignen sich auch zum Bouldern.
Der Inhalt ist meist lose, in der Kletterhalle wird der Puder aber auch gern in durchlässiger Stoffhülle als Ball verkauft, damit nicht übermäßig viel Staub durch die Halle schwebt. Losen Chalk gibt es in unterschiedlicher Konsistenz und Feinheit zu kaufen, abhängig vom persönlichen Geschmack. Manche Hersteller verkaufen Magnesia auch im Block zum Abbröckeln. Eine besondere Entwicklung ist das Liquid Chalk. Noch am Wandfuß verteilt man es auf den Handflächen, verreibt es, bis der flüssige Anteil verflogen ist und lässt es zu einer weißen Schicht trocknen. Meist übersteht es die Tour. Hilfreich ist das in besonders kniffligen Routen, die kaum Ruhepunkte bieten oder an sehr heißen Tagen.
In einigen Klettergebieten, zum Beispiel im deutschen Elbsandstein, ist die Verwendung von Magnesia verboten oder zumindest nicht erwünscht. Einmal aus umstrittenen Gründen des Umweltschutzes: Das basische Klima von Chalk soll für manche Organismen (Pflanzen, Tiere) schädlich sein.
In Hinblick auf die empfindliche Struktur des Sandsteins wird außerdem vermutet, dass Magnesia zur Verwitterung und chemischen Umwandlung der Felsoberfläche beiträgt.
Manche Kritiker stören sich auch einfach an den weißen Flecken auf den Felsen, aus kletterethischen oder ästhetischen Gründen. Deswegen sollte man eine gekletterte Tour auch wieder einigermaßen vom Chalk säubern. Einige Hersteller bieten auch Alternativen an, zum Beispiel den „Eco Ball“ mit feuchtigkeitsabsorbierendem Pulver, das kaum Spuren hinterlassen soll.
Unterschiedliche Chalk-Sorten gibt’s bei den Bergfreunden in Ihrem Online-Klettershop.