Du bist hier: sportalis  >  artikel  >  Boomsportart Golf

14.03.2007: Thema des Monats Oktober

Boomsportart Golf

Hast du noch Sex oder spielst du schon Golf? Dieser Satz gehört längst der Vergangenheit an. Golf ist im Kommen. Das unterstreicht Stil-Ikone Justin Timberlake, der es sich nicht nehmen lässt, den kleinen weißen Ball zu prügeln.

In den letzten 10 Jahren hat sich die offizielle Zahl der Golfer in Deutschland auf über eine halbe Million verdoppelt. Dennoch verbinden viele auch 120 Jahre nach dem Bau der ersten Anlage in Deutschland mit Golf die immergleichen Attribute: spießig, elitär, teuer sei der Sport und nur etwas für alte Säcke. „Hast du noch Sex, oder spielst du schon Golf?“ ist der klassische Satz.

Auf der anderen Seite stehen die Zahlen des Deutschen Golfverbandes für die registrierten Golfer und neuen Golfanlagen, die seit Jahren stetig zunehmend sind.
Zwischen den Zeilen der Golflästerer liest man immer mehr das Interesse den Schläger zu schwingen.
Wer schon mal Freunde zu Golfen mitgenommen hat wird diese Szene kennen: Beim ersten Mal nur murrend mitgegangen, dann maulend über die Drivingrange marschiert, um nach den ersten Schlägen überrascht anzumerken: „Hey, das macht ja richtig Spaß!“

Auch in Deutschland ist Golf dabei das elitäre Mäntelchen abzuwerfen. Sogar der Deutsche Golfverband ist mit verschiedenen Aktionen am Start, wenn es darum geht Golfen in neue Zielgruppen zu befördern:


• 1997 wurde die Vereinigung der clubfreien Golfer (VcG) unter dem Dach des Verbands gegründet. Die Mitglieder können mit einem Monatsbeitrag von rund 18 Euro auf mehr als 600 Anlagen in Deutschland spielen (beim Spielen fallen weitere Kosten an).

• Mit der Initiative Pay and Play fördert die VcG den Neubau von öffentlichen Golfanlagen. Rund 20 sind in den letzten drei Jahren entstanden.

• Mit der Initiative "Abschlag Schule" wurden seit 1999 bereits 24.500 Schüler aus über 1.300 Schulen an das Spiel herangeführt.

Was viele nicht wissen: eine Runde Golf kann günstiger sein als eine Partie Badminton oder der Gang ins Wellnessbad. Es gibt aber Unterschiede:

Clubgolfanlagen

An der öffentlichen Meinung des Golfspiels haben vor allem die klassischen Clubanlagen ihren Anteil. Hier ist man auch heute noch gerne unter sich und die Gebühren taugen nicht für die schmale Geldbörse. Eine Öffnung zur breiten Masse ist aber auch hier erkennbar.

Vorteil: eine Runde Golfen ist wie Kurzurlaub, Drivingrange kann meist von jedem genutzt werden

Nachteil: hohe Kosten, Mitgliedschaft

Öffentliche Golfanlagen

 

Seit einigen Jahren gibt es immer mehr öffentliche Golfanlagen, die ohne Mitgliedschaft und zum Teil auch ohne Vorkenntnisse spielbar sind. Genehmigungen zum Bau von neuen Anlagen werden oft auch an die Bedingung geknüpft den Platz der Öffentlichkeit zugängig zu machen.

Vorteil: günstiger, entspannte Atmosphäre, keine Mitgliedschaft

Nachteil: noch zu wenig Anlagen in Deutschland

 

Drivingranges

 

Eine weitere Entwicklung sind die reinen Drivingranges, auf denen man einen Korb mit Bällen erhält und versucht diese möglichst weit zu schlagen. Drivingranges bieten zu Beginn den größten Spaßfaktor und sind bei fast allen Anlagen dabei.

 

Vorteil: ideal fürs erste Mal, günstig, keine Mitgliedschaft

Nachteil: reine Drivingranges noch zu selten

 

Login                    Passwort