14.03.2007: Rekordritt auf der dreckigen Welle - Video der Woche 5/2007

Im Video der Woche präsentieren wir ungewöhnliche, erstaunliche Personen und Phänomene aus der Welt des Sports. Zum Beispiel den Brasilianer Picuruta Salazar, der viele Kilometer den Amazonas hinaufsurfte.
"Pororoca" - ist das indianische Wort für "Riesenlärm" und das trifft das spektakuläre Naturphänomen, das sich in den Frühjahrsmonaten um den Vollmond an der brasilianischen Atlantik-Küste abspielt sehr gut.
Eine Springflut, die durch Voll- oder Neumond erzeugt wird, kündigt sich durch ein Grollen an. Auf den Lärm folgt eine riesige Welle, die auf die Küste zurollt. An Flußmündungen baut sie sich auf und schwappt bis zu 13 Kilometer ins Landesinnere den Amazonas hinauf. Das Phänomen ist nicht mit der Idylle der Strände von Hawaii oder ähnlichen Surfrevieren zu vergleichen. Eigentlich surft man auf einer Welle aus Schlamm und Flußmorast. Die Aussicht auf eine schier endlose Welle lockt dennoch die besten Surfer der Welt an den Amazonas. Treibgut, Schlangen und sonstige "Annehmlichkeiten", die der Amazonas noch bietet, schrecken nicht ab. Schließlich hat man die Aussicht, die längste Welle der Welt zu reiten.
Den Rekord stellte jetzt der Brasilianer Picuruta Salazar auf. Er surfte 37 Minuten lang mehr als 12 Kilometer die schmutzig-braune Welle durch den Urwald.
Text: Jens Hoffmann